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Potsdam

Potsdam
8. Juni 2017 uwefreund

Berlin - Potsdam

Berlin: Potsdam

993 wurde Poztupimi (slawisch f√ľr Unter den Eichen) das erste Mal urkundlich erw√§hnt. Denn Kaiser Otto III. schenkte seiner Tante, der √Ąbtessin von Quedlinburg, das von Slawen und Deutschen bewohnte √Ėrtchen. Bis 1345 dauerte es, bis man das erste Mal von der Staat Potsdam lesen konnte.

Einen Aufschwung erlebte die Stadt, als der Gro√üe Kurf√ľrst Friedrich Wilhelm (1620-1688) Potsdam neben Berlin zur zweiten Residenz machte. Er l√§sst das Stadtschloss sowie Stra√üen und Alleen erbauen, fasste Potsdam mit den umliegenden D√∂rfern zusammen. Auch seine Nachfolger hielten an der Residenzstadt Potsdam fest: Der Soldatenk√∂nig Friedrich Wilhelm I. (1713-40) machte Potsdam zu einer Garnisonsstadt, baute Kirchen und siedelte Manufakturen an. Aber vor allem Friedrich II. der Gro√üe pr√§gte u. a. mit seinem Schloss Sanssouci und Nutzbauten wie das Dampfmaschinenhaus das √Ąu√üere der Stadt. Im Siebenj√§hrigen Krieg (1756-63) verarmte Potsdam. Trotzdem erbaute der Alte Fritz in dieser Zeit das Neue Palais. Sein Nachfolger Friedrich Wilhelm II. (1786-97) lie√ü die Neuen G√§rten anlegen und das Marmorpalais erbauen.

1806 nahm Napoleon mit 6000 Soldaten f√ľr zwei Jahre Potsdam zum Quartier, wodurch die wirtschaftliche Situation der Stadt sich rapide verschlechterte. Nach 1809 entwickelte sich Potsdam mehr und mehr zur Beamtenstadt. W√§hrend der Regierungszeit Friedrich Wilhelms IV. (1840-61) entfalteten die ber√ľhmtesten Landschaftsarchitekten ihre Kunst in Potsdam.

Bis zur Abdankung des Kaisers Wilhelm II. im Jahr 1918 blieb Potsdam F√ľrstenstadt. Zur Erhaltung der Parks und Schl√∂sser wurde 1926 in der Weimarer Republik die Stiftung Schl√∂sser und G√§rten Potsdam-Sanssouci gegr√ľndet.

Im April 1945 fielen viele wichtige Geb√§ude der Stadt den Bomben zum Opfer, u. a. wurden das Stadtschloss und die Garnisonskirche zerst√∂rt (nach dem Krieg abgetragen). Vom 17.7.-2.8.1945 wurde in Schloss Cecilienhof das Potsdamer Abkommen erlassen, das das Schicksal Nachkriegsdeutschlands besiegelte. Potsdam geh√∂rte nun zur DDR. 1960 werden das Stadtschloss und die Garnisonskirche gesprengt, um den alten Geist von Potsdam auszul√∂schen. Nach der Wiedervereinigung wurde Potsdam zur Hauptstadt des neuen Bundeslandes Brandenburg und wohl zuk√ľnftig auch f√ľr die vereinten Bundesl√§nder Brandenburg und Berlin. 1991 wird Potsdam von der UNESCO zum Weltkulturerbe erkl√§rt.

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