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Les Halles: das Hallenviertel

Les Halles: das Hallenviertel
8. Juni 2017 uwefreund

Paris: Les Halles – das Hallenviertel

Unter einem BlĂ€tter-Baldachin („La CanopĂ©e“) aus 18.000 Elementen mit ca. 7000 Tonnen beherbergt das neue Hallenviertel ein großes Einkaufs- und Unterhaltungszentrum mit Kinos, Theatern, Restaurants, CafĂ©s,  Boutiquen – und einer großen Parkanlage. Es wurde bis 2018 komplett umgebaut.

Anfang des 12. Jahrhunderts gab es an dieser Stelle dieser Stelle den Markt bzw. Großmarkt von Paris, den so genannten „Ventre de Paris“, also „Bauch von Paris“. Auch der Schriftsteller Zola hat ihn in seinem gleichnamigen Roman beschrieben. Per Erlass waren alle Kaufleute dazu verpflichtet, auf diesem Markt ihre Waren zu verkaufen.

1854 bis 1863 wurden dann nach dem Entwurf von Victor Baltard gusseiserne Hallen errichtet. Jeder der 12 schirmformigen Pavillons war fĂŒr eine bestimmte Lebensmittelart reserviert, zum Beispiel der „Pavillon de la marĂ©e“ fĂŒr Fisch und MeeresfrĂŒchte.

1969 wurden die Großmarkthallen nach Rungis, einer Stadt im SĂŒden in der NĂ€he von Orly, ausgelagert. Aus dem Bauch von Paris klaffte ab 1971 das „Loch von Paris“ („Le Trou de Paris“): eine Riesenbaustelle fĂŒr 8 Jahre. Die Architektur der neuen Hallen von 1979 nahm die Glas-Eisen-Struktur der ursprĂŒnglichen Hallen auf. Es endstanden eine zentrale MĂ©tro- und RER-Station, ein großes Einkaufszentrum, mehrere Kinos, Theater, Restaurants, CafĂ©s, das Ozeanzentrum von Cousteau und das Französische Holographiemuseum.

Mit dem nĂ€chsten Umbau von 2012 bis 2018 hat sich das Gesicht der Hallen noch einmal komplett verĂ€ndert. An die Stelle der Bögen aus Stahl und Glas ist jetzt „La CanopĂ©e des Halles“, also der „Baldachin“, eine Art BlĂ€tterdach aus 18.000 Elementen mit ca. 7000 Tonnen Gewicht. Die Architekten sind Patrick Berger et Jacques Anziutti.

Lage: Rue Rambuteau | Metro: Les Halles

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