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Stadtgeschichte Paris

Stadtgeschichte Paris
8. Juni 2017 uwefreund

Paris - Stadtgeschichte Paris

Paris: Stadtgeschichte Paris

Seit dem 3. vorchristlichen Jahrhundert wohnten auf der Île de la CitĂ© keltische Gallier, die letztendlich von den Römern besiegt und kolonialisiert wurden.

Die erste ErwĂ€hnung von Paris (Lutentia Parisorum) findet bereits 53 v. Chr. in CĂ€sars „De Bello Gallico“ statt. Lutetia ist eine gallo-römische Stadt, die der römischer Kaiser Julian Apostata 360 n. Chr. in Parisia umbenennt.

Ab 486 ist Paris unter der Herrschaft des frĂ€nkischen König Chlodwig, der Paris nach zahlreichen erfolgreichen FeldzĂŒgen gegen die Alemannen 508 als Königsitz wĂ€hlt.

987 wird Hugo Capet König von Frankreich, und Paris wird unter der Herrschaft der Karpetiner wieder Hauptstadt des Königreichs.

1163 lĂ€sst Ludwig VII. die „Notre Dame de Paris“ erbauen. Paris wird im 12. Jahrhundert mit einer Mauer umgeben und in drei Teile aufgeteilt: die CitĂ© als politisch-geistiger Sitz, die Ville als BĂŒrgerstadt und die UniversitĂ© als Zentrum der Wissenschaften.

1180-1223 vertreibt König Philipp II. August die EnglĂ€nder aus Frankreich und sorgt fĂŒr die nationale Einheit und herausragende Stellung Frankreichs. Paris wird nun zur Residenzstadt mit 100.000 Einwohnern erweitert. 1200 entsteht der Louvre.

1226-1270 wird das erste Parlament ins Leben gerufen, und die königliche Wache wird durch eine Art bĂŒrgerlicher Polizei ersetzt. Nach dem Tod Friedrich II. 1250 wird Ludwig IX. zum einflussreichsten Herrscher Europas und Paris damit zur bedeutendsten Metropole der Epoche.

1253 wird von Robert de Sorbon ein Kolleg gegrĂŒndet und damit Grundstein fĂŒr die heutige Sorbonne gelegt.

1337-1453 besetzen die EnglĂ€nder wĂ€hrend des HundertjĂ€hrigen Krieges zeitweise Paris. 1436 kann die Stadt wieder zurĂŒckerobert werden.

1564 heiratet Katharina de Médici König Heinrich II. Als Witwe wird sie bis zu ihrer Vertreibung Regentin der Stadt und lÀsst unter anderem die Tuilerien mit Schloss erbauen.

1635 wird auf Wunsch des Kardinals Richelieu die AcadĂ©mie Française gegrĂŒndet. 1789, am 14. Juli beginnt die Französische Revolution mit dem Sturm auf die Bastille. 1792 wird erstmals eine Demokratie ausgerufen, die das Ende der Monarchie, beziehungsweise des damaligen Königs Ludwig XVI. bedeutet. 1800 teilt NapolĂ©on Bonaparte Frankreich in 90 Verwaltungskreise (DĂ©partements) und krönt sich 1804 selbst zum Kaiser Frankreichs.

1815 kann NapolĂ©on in seiner 100-tĂ€gigen Herrschaft noch einmal einen kleinen Sieg ĂŒber die Alliierten erringen und die Macht zurĂŒckerobern. Seine Herrschaft endet dann aber mit der Niederlage bei Waterloo.

1848 ist das Jahr des endgĂŒltigen Endes der Monarchie. Die zweite Französische Republik wird ins Leben gerufen. Prinz Charles Louis NapolĂ©on Bonaparte (NapolĂ©on III.) wird PrĂ€sident. 1852 wird aber auch dieser NapolĂ©on durch ein Plebiszit zum „Kaiser der Franzosen durch die Gnade Gottes und den Willen der Franzosen“. Unter seiner Regentschaft arbeitet Baron Haussmann ab 1853 an einem neuen Gesicht der Stadt.

1870-1871 verliert Frankreich den Krieg gegen Deutschland und kommt zu seiner Dritten Republik.

1889 wird der Eiffelturm zur Weltausstellung fertig, und 1900 wird die erste MĂ©tro in Paris in Betrieb genommen.

Ab 1940 ist Paris von den Deutschen besetzt, wird aber im August 1944 von den Alliierten befreit.

1968 findet in Paris die Studentenrevolte statt, der sich aber Arbeiter und Gewerkschaften anschließen. Die Unruhen gegen De Gaulles Kultur- und Sozialpolitik enden im Generalstreik, der sich ĂŒber ganz Frankreich zieht.

1977 bekommt Paris seinen ersten vom Volk gewĂ€hlten BĂŒrgermeister. Im gleichen Jahr wird das Centre Pompidou eröffnet.

1986 beginnt die Kohabitation zwischen dem sozialistischen PrÀsidenten François Mitterrand und dem konservativen Premierminister Jacques Chirac.

1988 wird Mitterand erneut StaatsprÀsident und wÀhlt Michel Rocard zum Premierminister, die erste Kohabitation ist beendet.

1989 wird die neue Volksoper an der Bastille zur 200-Jahr-Feier der Französischen Revolution in Betrieb genommen, 1991 der Park de la Villette geöffnet und seit 1992 lÀdt Mickey Maus in Euro Disney zum Besuch ein.

Paris und seine Arrondissements

Paris liegt in der RĂ©gion Île-de-France, bei 48°50’ nördlicher Breite und 2°20’ östlicher LĂ€nge. Die höchste Erhebung ist der Montmartre mit 128 m ĂŒber dem Meeresspiegel.

Der historische Kern (Rive Droite, Rive Gauche, Notre-Dame bis Étoile und Montmartre bis Montparnasse) umschließt nur 20 Quadratkilometer. Rund 500 000 Menschen leben auf dieser FlĂ€che. Die GesamtflĂ€che der Stadt betrĂ€gt ohne die Vororte 105 Quadratkilometer bei 2 155 000 Einwohnern.

ZÀhlt man die Vororte und die TrabantenstÀdte mit zu Paris (agglomération parisienne), dehnt sich die Stadt auf 1800 Quadratkilometer aus und wird von 11 Millionen Menschen bewohnt.

Die Stadt ist in 20 Arrondissements unterteilt, wovon jedes wieder 4 Quartiers umschließt. Insgesamt nimmt die Stadt nur 2,2% der GesamtflĂ€che Frankreichs ein, wird aber von immerhin 18,8% der gesamten französischen Bevölkerung bewohnt.

Paris ist ein regelrechter Schmelztiegel. 12% der Arbeitnehmer sind AuslĂ€nder. Den Hauptteil machen Algerier, Portugiesen und Spanier aus, man zĂ€hlt bis zu 40 verschiedene NationalitĂ€ten in Paris (von Nordafrika, SĂŒdamerika, Indochina bis Kambodscha, Vietnam und Laos).

Die meisten Franzosen sind katholisch. In Paris selbst gibt es einen Erzbischof und 94 katholische Gemeinden, des Weiteren 15 griechisch- und russisch-orthodoxe Kirchen, sieben Synagogen fĂŒr 220 000 Juden und zwei Moscheen fĂŒr 50 000 Moslems.

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