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Marseille

Marseille
8. Juni 2017 uwefreund

Cîte d’Azur - Marseille

Cîte d’Azur: Marseille

Marseille ist die wichtigste französische und eine der bedeutendsten HafenstĂ€dte Europas. Die Stadt liegt am Golfe du Lion in einer Mittelmeerbucht in der Region Provence-Alpes-CĂŽte d’Azur und ist mit ihren 852.000 Einwohnern nach Paris die zweitgrĂ¶ĂŸte Stadt Frankreichs.

Zwischen 620 und 600 vor Christus grĂŒndeten Griechen an dieser Stelle eine Handelsstadt und nannten sie Massalia, das heutige Marseille. Mit der Zeit steuerten immer mehr Schiffe den natĂŒrlichen Hafen der Stadt an, wo die Galeeren vor dem Wind und den Wellen geschĂŒtzt waren. Bald wurde die griechische Kolonie eine der reichsten und grĂ¶ĂŸten GriechenstĂ€dte am westlichen Mittelmeer, deren Kultureinfluss sich bis weit in das Hinterland erstreckte. Als Marseille von Caesar belagert wurde und die NachbarstĂ€dte unter der römischen Herrschaft mehr gefördert wurden, verlor Marseille allerdings an Bedeutung. Im Mittelalter war Marseille eine eigenstĂ€ndige Stadt, die hĂ€ufig fĂŒr Unruhen sorgte. Mehrmals musste sie von Frankreich besetzt werden, da sich die Einwohner bis zum 18. Jahrhundert von der französischen Krone distanzierten.

Durch den blĂŒhenden Handel im 17. Jahrhundert wurde Marseille eine wichtige Handelsmacht und gewann an Selbstbewusstsein. Die Stadt wurde immer grĂ¶ĂŸer, bis 1720 ein Schiff, das im Hafen von Marseille angelegt hatte, die Pest und mit ihr den Tod von mehr als 50.000 Menschen brachte. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts zĂ€hlte Marseille wieder ĂŒber 100.000 Einwohner. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt von den deutschen Truppen besetzt, die 1943 das komplette Hafenviertel sprengten, um Juden auf der Flucht das Leben im Untergrund unmöglich zu machen.

In der Nachkriegszeit wuchs die Stadt weiter, bis sie Ende der 1970er Jahre mit großen Problemen wie KriminalitĂ€t, Verschmutzung und Verkehrschaos zu kĂ€mpfen hatte. In Marseille ist ĂŒbrigens jeder dritte Einwohner ein Einwanderer.

Seit den 90er Jahren wĂ€chst die Wirtschaft wieder, neue Industrien siedeln sich an und die Stadtverwaltung unternimmt große Anstrengungen, um das Stadtbild zu verbessern und zu verschönern.

Zu den wichtigsten SehenswĂŒrdigkeiten zĂ€hlen das MusĂ©e des Baux-Arts mit Malereien aus dem 18. und 19. Jahrhundert, das MusĂ©e d’Histoire Naturelle mit geologischen und zoologischen Ausstellungen, das MusĂ©e d’ArchĂšologie MediterrannĂšenne und das MusĂ©e d’Arts Africains in der Vieille CharitĂ©, im ehemaligen Krankenhaus der Armen, das Museum Cantini mit einer beachtenswerten Kunstsammlung aus der ersten HĂ€lften des 20. Jahrhunderts und das MusĂ©e de la Marine et de l’Économie de Marseille in der NĂ€he des alten Hafens im Palais de la Bourse.

SĂŒdlich des Stadtzentrums befindet sich die von Henri-Jacques Esperandieu in den Jahren 1853 bis 1864 entworfene Notre-Dame de la Garde an der Stelle einer mittelalterlichen Kapelle. Sie steht neben dem ChĂąteau d’If, das Wahrzeichen von Marseille. Von ihrer Aussichtsplattform aus hat man eine spektakulĂ€re Sicht auf die ganze Stadt.

Der alte Hafen wird von zwei Festungen geschĂŒtzt, Fort Saint Nicolas und Fort Saint Jean. Hier gibt es weitere SehenswĂŒrdigkeiten in Form von der Église Saint-FerrĂ©ol aus dem 19. Jahrhundert, die auf den Resten von zwei weiteren GotteshĂ€usern aus dem 12. und 16. Jahrhundert errichtet wurde. Das Rathaus, HĂŽtel de Ville, stammt aus dem 17. Jahrhundert. Wenn Sie am Hafen gemĂŒtlich etwas essen oder trinken möchten, gehen Sie am besten zur Place aux Huiles. Hier gibt es eine reiche Auswahl an CafĂ©s, Bars und Restaurants.

In Marseille findet ĂŒbrigens alljĂ€hrlich das grĂ¶ĂŸte Petanque-Turnier (Boule-Sportart) der Welt statt. Es starten rund 4000 Mannschaften mit 12.000 Spielern. Seit den 1980er Jahren wird hier auch der Marseille-Cassis, jeweils am letzten Oktobersonntag, ausgetragen, einer der beliebtesten StraßenlĂ€ufe Frankreichs.

Marseille, Frankreich
Bouches-du-RhĂŽne Marseille

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