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Prado

Prado
8. Juni 2017 uwefreund

Madrid - Prado

Madrid: Prado

Der Prado z√§hlt zu den bedeutendsten Pinakotheken der Welt und bildet neben dem Kunstzentrum Reina Sof√≠a und dem Thyssen-Museum das bekannte Madrider Kunstdreieck. Ausgestellt werden Werke aus dem 12. bis Mitte des 19. Jhdt., wobei der Schwerpunkt auf den Sammlungen von Goya, Vel√°zquez und El Greco liegt. Aber auch beeindruckende Kunstwerke von Hieronymus Bosch, Rubens, Tizian, Tintoretti, Caravaggio, die Deutschen Cranach und D√ľrer, Brueghel, Rafael und Botticelli sind zu sehen. Aktuell stellt der Prado rund 900 Werke von insgesamt 7800 Gem√§lden und Kunstgegenst√§nden aus, die er im Bestand hat.

Urspr√ľnglich sollte im heutigen Prado das Museum f√ľr Naturgeschichte untergebracht werden. 1785 erteilte Carlos III. dem Architekten Juan de Villanueva den Auftrag f√ľr den Bau des Geb√§udes. 1819 wurde dann jedoch in dem neoklassizistischen Geb√§ude das Prado-Museum er√∂ffnet. Heute z√§hlt es zu den bedeutendsten Museen der Welt und bildet gemeinsam mit den nahegelegenen Pinakotheken Thyssen-Bornemisza und dem Kunstzentrum Reina Sof√≠a die ber√ľhmte Museumsmeile bzw. das Museumsdreieck von Madrid.

Wegen Platzmangels wurde der Prado zwischen 1996 und 2001 komplett renoviert und erweitert, was das st√§ndige Umh√§ngen verschiedener Gem√§lde zur Folge hatte. Zudem wurde die Existenz eines „geheimen Prados“ im Keller bekannt, wo viele weitere Bilder lagern, die die √Ėffentlichkeit gar nicht zu Gesicht bekommt.

Es ist kaum m√∂glich, den Prado an einem einzigen Tag zu erkunden. Der Museumsf√ľhrer des Prados gibt eine Route vor, damit man sich zumindest von den 100 bedeutendsten Meisterwerken ein Bild machen kann.

Die spanischen Stars sind zweifellos Goya, Vel√°zquez und El Greco; Italien wird unter anderem mit Tintoretti, Caravaggio und Tizian vertreten. Aber auch die fl√§mische und holl√§ndische Schule wird eindrucksvoll dargestellt. D√ľrer, Rubens, Bosch und Brueghel sind weitere legend√§re K√ľnstler, die mit Meisterwerken wie „Der Garten der L√ľste“ (Bosch) oder „Der Triumph des Todes“ (Brueghel) die Menschen in Scharen vor die Gem√§lde locken.

Zuletzt stand der Prado mit seiner Mona Lisa in den Schlagzeilen. Sie ist zwar „nur“ eine Kopie des Werkes von Leonardo da Vinci, ist aber laut neuesten Erkenntnissen Seite an Seite mit dem Meister erstellt worden. Wahrscheinlich war es ein Sch√ľler da Vincis, der f√ľr das Werk verantwortlich ist. Sie geh√∂rt bereits seit 1819 zum Inventar des Prado-Museums und wurde praktisch nie ausgestellt, da man sie bis dato f√ľr eine Kopie von vielen hielt. Definitiv ist sie allerdings die bedeutendste Version der Mona Lisa, die bislang bekannt ist. Die Bedeutung des Bildes kam erst mit dem Auftrag des Louvres ans Licht, der 2010 anl√§sslich einer geplanten da Vinci-Ausstellung in Paris um eine Studie des Bildes gebeten hatte.

Bei der Restauration entdeckten die Experten √ľberraschende Ergebnisse. So war beispielsweise der schwarze Hintergrund der Kopie erst im Nachhinein aufgetragen worden und verbarg die gleiche toskanische Landschaft, wie sie auch auf dem Original zu sehen ist. Die Studien und die Restauration best√§tigen die parallele Ausarbeitung der beiden Mona Lisas. Beide Figuren haben die gleichen Dimensionen, und selbst jede kleinste Korrektur, die im Original vorgenommen worden war, wiederholt sich im Bild aus dem Prado.

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