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Pergamonmuseum

Pergamonmuseum
8. Juni 2017 uwefreund

Berlin - Pergamonmuseum

Berlin: Pergamonmuseum

Das Pergamonmuseum ist ein Muss f√ľr jeden Berlin-Besucher. Es geh√∂rt zu den bedeutendsten Sammlungen antiker Baukunst. Darin befinden sich die Antikensammlung, das Vorderasiatisches Museum und das Museum f√ľr Islamische Kunst.

Als letztes der Museen auf der Museumsinsel wurde in den Jahren 1910-1930 das Pergamonmuseum nach Entw√ľrfen von Alfred Messel erbaut. Da Messel 1909 starb, leitete die Baudurchf√ľhrung Ludwig Hoffmann. Dank der beispielhaften Pr√§sentation antiker Architektur wurde das Museum sehr schnell weltweit bekannt.

Pergamonaltar: Das Pergamonmuseum verdankt seinen Namen dem Altar von Pergamon, der unter Eumenes II. etwa 180-159 v. Chr. Als Weihegeschenk f√ľr Zeus und Athene f√ľr deren Beistand im Kampf gegen die Galater erbaut wurde. Carl Humann entdeckte den Zeusaltar, als er 1878-86 die Ausgrabungen der antiken Stadt Pergamon in Westanatolien leitete.

Antikensammlung: Die Antikensammlung hat ihren Ursprung in der Kunstkammer des Berliner Stadtschlosses. Diese, vor allem rheinischen Altert√ľmer, wurden bis Ende des 18. Jahrhunderts von den Hohenzollern durch Erwerbungen vermehrt. Der gr√∂√üere Teil der Objekte diente jedoch der Ausgestaltung der Schl√∂sser und G√§rten in Potsdam und Charlottenburg. 1830 wurde der gr√∂√üte Teil der Sammlung dem neugegr√ľndeten Museum am Lustgarten (dem heutigen Alten Museum) √ľbergeben. Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges entwickelte sich die Sammlung durch Ank√§ufe und durch Grabungst√§tigkeiten der Berliner Museen zu einer der bedeutendsten in Europa. W√§hrend des Krieges wurden die meisten Objekte ausgelagert und die Nachkriegsgeschichte Berlins f√ľhrte zur Teilung der Sammlung. Die im Westen gelagerten Objekte gelangten in die Antikensammlung nach Charlottenburg, die 1958 von der Sowjetunion zur√ľckgegebenen Gegenst√§nde kamen in das Pergamonmuseum. Zusammen bieten die beiden Ausstellungen ein umfassendes Bild antiker Kunst von der bronzezeitlichen Kykladenkunst bis an die Schwelle zur Sp√§tantike.

Die Antikensammlung im Pergamonmuseum nimmt die ersten beiden Obergeschosse ein. Gezeigt werde Werke griechischer und r√∂mischer Architektur und Plastik (rund 200 Marmorskulpturen). Im Mittelsaal befindet sich der Altar von Pergamon, in Saal 1.2. steht das Markttor von Milet (um 165 n. Chr.) aus der r√∂mischen Kaiserzeit, das unter Verwendung von Originalteilen in seiner urspr√ľnglichen Gr√∂√üe rekonstruiert wurde. Wahrscheinlich ist das reich verzierte Tor zwischen 900 und 1100 bei einem Erdbeben eingest√ľrzt. Bei Ausgrabungsarbeiten in den Jahren 1903-05 wurde es gefunden und freigelegt. Der Saal 1.3. ist der hellenistischen Baukunst vorbehalten. So kann der Besucher hier die zweist√∂ckige Eingangshalle zum Athene-Heiligtum von Pergamon sowie Teile des Rathauses von Milet sehen. In f√ľnf S√§len werden des weiteren Plastiken des 6.-4. Jahrhunderts v. Chr. Aus Griechenland und den ionischen Gebieten chronologisch und thematisch geordnet gezeigt.

Vorderasiatisches Museum: Dieses Museum geh√∂rt weltweit zu den sechs gr√∂√üten Sammlungen dieser Art. Gezeigt werden Kunstexponate des Nahen Ostens aus vier Jahrtausenden, die in der Hauptsache aus Grabungen der Deutschen Orientgesellschaft aus den Jahren 1889-1917 stammen. Den Mittelpunkt bilden die Prachtbauten Babylons: Die Prozessionsstra√üe, Teile der Thronsaalfassade von Nebukadnezar II. (605-562 v. Chr.) und das Ischtartor. Letzteres enstand um 580 v. Chr. Es bildete den Abschluss des vorderen Teils der zweifachen Stadtmaueranlage von Babylon und ist mit farbig lasierten Reliefziegeln geschm√ľckt, auf denen Stiere und Drachen abgebildet sind. Der Saal 2.7 bietet weitere H√∂hepunkte des Museums: eine Stiftmosaikwand (um 3000 v. Chr.) und eine Reliefziegelfassade des Innin-Tempels aus Uruk (um 1500 v. Chr.).

Museum f√ľr Islamische Kunst: Im zweiten Obergeschoss ist in 18 R√§umen das Museum f√ľr Islamische Kunst untergebracht. Hier werden Denkm√§ler, Elfenbeinschnitzereien, Keramiken und Buchkunst gezeigt. Der H√∂hepunkt dieser Sammlung ist die Prunkfassade des W√ľstenschlosses Mschatta (8. Jahrhundert n. Chr.) in Saal 3.10. Teile dieser Sammlung befinden sich auch in den Dahlem-Museen (siehe dort).

SprechDas Pergamonmuseum beherbergt die Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum, das Museum f√ľr Islamische Kunst sowie das Archiv der Nationalgalerie.

Bodestraße 1-3 (Eingang: Kupfergraben). Tel.: 2 03 55-0.

S-Bahn: S3, S5, S7, S9 (Hackescher Markt), S1-S3, S5, S7, S9 (Friedrichstraße)

U-Bahn: U6 (Friedrichstraße)

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