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√Ągyptisches Museum

√Ągyptisches Museum
8. Juni 2017 uwefreund

Berlin - √Ągyptisches Museum

Berlin:¬†√Ągyptisches Museum

Dem Schloss Charlottenburg gegen√ľber liegen zwei ehemalige Gardekasernen, die in den Jahren 1851-1859 von Friedrich August St√ľler im klassizistischen Stil erbaut wurden. Heute befinden sich im westlichen Geb√§ude die Antikensammlung und im √∂stlichen das √Ągyptische Museum.

Seit 1992 sind das √Ągyptische Museum und die Papyrussammlung mit dem Schwestermuseum im Bodemuseum organisatorisch wieder zusammengef√ľhrt. Nach Fertigstellung des Wiederaufbaus des Neuen Museums auf der Museumsinsel sollen die beiden Sammlungen dann auch √∂rtlich zusammengef√ľhrt werden.

Das √Ągyptische Museum in Charlottenburg zeigt heute etwa 1500 Kunstwerke des alten √Ągyptens aus der Zeit von 5000 v. Chr. bis 300 n. Chr. Den Grundstock f√ľr die Sammlung legte Giuseppe Passalacqua, ein Kaufmann aus Triest. Er verkaufte 1827 seine Privatsammlung an den preu√üischen K√∂nig Friedrich Wilhelm III., mit der Bedingung, erster Leiter der Sammlung zu werden.

Ber√ľhmt wurde das √Ągyptische Museum vor allem durch ein Exponat: der 48 cm hohen, bemalten B√ľste der Nofretete, der Gattin des Pharaos Echnaton (1353-1336 v. Chr.). Die B√ľste wurde 1912 vom deutschen Arch√§ologen Ludwig Borchardt bei der Suche nach der K√∂nigsstadt Achetaton gefunden. Aus dem gleichen Fund stammt ein Stuckkopf von Pharao Echnaton, der Amarna-Hausaltar, Portr√§tmasken, der Ebenholzkopf der K√∂nigin Teje (Mutter Echnatons) und die Naos-Grabstelle.

Ein weiterer H√∂hepunkt des Museums ist das Tempeltor von Kalabscha (20 v. Chr.). Es zeigt Darstellungen des r√∂mischen Kaisers Augustus sowie der G√∂tter Isis, Osiris und Mandulis. Das Tor ist ein Geschenk der √§gyptischen Regierung an Deutschland, f√ľr die Hilfe beim Versetzen des Tempels von Abu Simbel, der durch den Bau des Assuan-Hochdammes im Wasser verschwunden w√§re. In der kulturgeschichtlichen Sammlung im Marstall vermitteln Ger√§te des t√§glichen Lebens, Statuen, Reliefs, Grabbeigaben, Skarab√§en, Bronze- und Terrakottafiguren, S√§rge und Mumienmasken sowie die Papyrussammlung ein vollst√§ndiges Bild der alt√§gyptischen Hochkultur.

Im Vierschäftesaal wird das Thema ägyptischer Totenkult aufgegriffen: Särge, Mumien und Mumienmasken sind Inhalt des Raumes.

Schlossstraße 70. Tel.: 030 32091-261, 030 8301466

U-Bahn: U7 (Richard-Wagner-Platz), U2 (Sophie-Charlotte-Platz)

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