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Sabatini-Gärten

Sabatini-Gärten
8. Juni 2017 uwefreund

Madrid - Sabatini-Gärten

Madrid: Sabatini-Gärten

Die Sabatini-G√§rten liegen direkt neben der Nordfassade des K√∂nigspalastes zwischen der Calle Bail√©n und der Cuesta de San Vicente. Der Park wurde auf einer Terrasse oberhalb des Campo de Moro angelegt, wo urspr√ľnglich die k√∂niglichen Pferdest√§lle ihren Platz hatten, die einst vom italienischen Architekten Francesco Sabatini errichtet worden sind. In der Zweiten Republik wurden die St√§lle beschlagnahmt, um die Madrider Einwohner mit einem weiteren √∂ffentlichen Park zu begl√ľcken.

Madrid ist eine au√üergew√∂hnlich gr√ľne Hauptstadt und wartet nicht nur mit gro√üen Stadtparks wie dem Retiro-Park oder der „Casa de Campo“ auf. Manchmal muss man zweimal hinschauen, um auch ungew√∂hnlich sch√∂ne Kreationen in Kleinformat zu entdecken.

Wer beispielsweise an der Plaza de Oriente vor dem Königspalast entlang spaziert, erwartet nicht unbedingt, dass an der Nordfassade des Gebäudes eine der schönsten Anlagen Madrids zu finden ist. Dadurch, dass die Gärten unterhalb des Palastes auf einer Terrasse mit drei Ebenen angelegt worden sind, konzentriert man sich zunächst auf die wunderschöne Aussicht, die man an dieser Stelle auf den Nordosten der Stadt hat. Bis zur Sierra von Madrid kann das Auge schauen, bevor sich der Blick senkt und auf die gepflegte Gartenanlage fällt.

Die Sabatini-G√§rten wurden in den 30er Jahren des 20. Jahrhundert nach der Ausrufung der Zweiten Republik errichtet. Urspr√ľnglich befanden sich hier die k√∂niglichen Pferdest√§lle, die von Francesco Sabatini entworfen worden sind. Die neue Regierung ordnete die Beschlagnahme diverser G√ľter der K√∂nigsfamilie an und √ľbertrug unter anderem die Pferdest√§lle an die Madrider Stadtverwaltung. Diese wollte das neu gewonnene Areal in einen √∂ffentlichen Park umwandeln und vergab das ausgeschriebene Projekt an einen Landschaftsarchitekten aus Zaragoza. In Andenken an Sabatini erhielten die G√§rten ihren aktuellen Namen. 1972 wurden sie renoviert und mit der monumentalen Treppe ausgestattet, die heute hinab in den wundersch√∂nen Park f√ľhrt.

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