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Plaza de Cibeles

Plaza de Cibeles
8. Juni 2017 uwefreund

Madrid - Plaza de Cibeles

Madrid: Plaza de Cibeles

Die Plaza de Cibeles z√§hlt zu den sch√∂nsten Pl√§tzen Madrids und bietet gleich mehrere spektakul√§re und w√ľrdige Geb√§ude. Sehen Sie hier den Palast der ehemaligen Hauptpost, die spanische Zentralbank, den Sitz des Verteidigungsministeriums, den Palacio de Linares und das Herzst√ľck des Platze ¬Ė den Kybele-Brunnen, der einer griechischen Legende zugrunde liegt.

Es gibt kaum einen Besucher der spanischen Hauptstadt, der sich nicht an der Plaza de Cibeles fotografieren l√§sst. Das typische Erinnerungsbild entsteht vor dem Hintergrund des pr√§chtigen Postpalastes „Nuestra Se√Īora de la Comunicaci√≥n“, in dem heute ein Teil des Rathauses untergebracht ist. Der Platz liegt mitten im Zentrum der Stadt und verbindet die Calle de Alcal√° mit dem Paseo del Prado.

Gleich mehrere Monumente zieren die Plaza de la Cibeles: das Geb√§ude der Spanischen Zentralbank, „Banco de Espa√Īa“ im venezianischen Renaissancestil und der „Palacio de Buenavista“ aus dem Jahr 1777, in dem heute das Verteidigungsministerium untergebracht ist. Schr√§g gegen√ľber befindet sich der „Palacio de Linares“. 1875 ist er vom Marquis von Linares errichtet worden. In den achtziger Jahren konnte er sich nur knapp vor dem Abriss retten. Heute beherbergt er die Stiftung f√ľr Hispanoamerikanische Kultur „Casa de Am√©rica“.

Mittelpunkt und Glanzst√ľck des Platzes ist die Namensgeberin h√∂chstpers√∂nlich: „La Cibeles“ ist die griechische K√∂nigin Kybele, die auf einem Karren von zwei m√§nnlichen L√∂wen gezogen wird. Der Brunnen ist nicht nur Treffpunkt der Fans vom Fu√üballverein Real Madrid, die hier jeden Sieg ihrer Mannschaft mit oder auch ohne die Spieler feiern. Eine Legende aus der griechischen Mythologie verr√§t, was es mit den beiden L√∂wen auf sich hat : Atlanta, die Tochter von Lassos, wurde von ihrem Vater als Baby ausgesetzt und von B√§ren ges√§ugt. Sie wurde stark und entpuppte sich mit der Zeit als eine hervorragende L√§uferin. Sp√§ter fanden sie J√§ger und halfen ihr dabei, in die Zivilisation zur√ľckzukehren. Ein Orakel sagte Atlanta allerdings voraus, dass sie ihre Gestalt ver√§ndern w√ľrde, wenn sie einmal heiraten sollte.

Als junge Frau vers√∂hnte sich Atlanta mit ihrem Vater und versprach ihm, nur dann zu heiraten, wenn ein Mann sie in einem Wettlauf schlagen k√∂nnte, andernfalls m√ľsste der Bewerber sterben. Nach vielen Anw√§rtern, die ihre Herausforderung mit dem Tode bezahlen mussten, verliebte sie sich schlie√ülich in den jungen Hipomenes. Beide schlossen einen Pakt mit Aphrodite, die ihnen dabei half, dass Atlanta den Wettkampf verlor. So heirateten die beiden Liebenden und waren so gl√ľcklich, dass Atlanta schon bald das Orakel vergessen hatte.

Eines Tages machten die beiden w√§hrend der Jagd Rast in einem Tempel des Gottes Zeus. Die Leidenschaft √ľberkam sie und sie liebten sich im heiligen Tempel, ohne zu wissen, dass sie Zeus heimlich beobachtete. Er wurde so zornig, dass er sie f√ľr alle Zeiten in L√∂wen verwandelte. Kybele fand die beiden Ungl√ľcklichen und erkl√§rte sich bereit, sich ihrer anzunehmen. So spannte sie Hipomenes und Atlanta vor ihren Karren, damit die beiden niemals getrennt werden konnten. Und so sieht man das L√∂wenp√§rchen bis heute an der Plaza de la Cibeles.

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