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Plaza de Oriente

Plaza de Oriente
8. Juni 2017 uwefreund

Madrid - Plaza de Oriente

Madrid: Plaza de Oriente

Die Plaza de Oriente zählt zu den schönsten Plätzen von Madrid. Hier befinden sich der imposante Königspalast, die Madrider Oper und nur wenige Meter entfernt die Almudena Kathedrale, in der Prinz Felipe im Mai 2004 seine Letizia geheiratet hatte. Von hier aus haben Sie einen tollen Blick auf das Madrider Gebirge. Unser Tipp: ein Spaziergang durch die Sabatini-Gärten neben dem Königspalast.

Die Geschichte der Plaza de Oriente nahm mit Jos√© Bonaparte ihren Lauf. Er war von Napoleon eingesetzt worden und lie√ü zwischen 1808 und 1813 verschiedene Geb√§ude rund um den Platz niederrei√üen. Unter Fernando VII. setzten die Bauarbeiten zur Neugestaltung des Platzes ein, die 1860 mit der Errichtung der Oper ihren Abschluss fand. Erst traten im hier die spanischen K√∂nige vor ihr Volk, sp√§ter Franco. Heute lebt allerdings niemand mehr im Palast, und er wird nur noch als Museum oder f√ľr Staatsempf√§nge genutzt.

Auf dem Platz ist das Standbild von Felipe IV. zu sehen, der aus Versehen nicht in Richtung Palast, sondern zur Oper blickt. Der Italiener Pietro Tacca hat das Reiterstandbild entworfen. Es basierte auf Skizzen von Vel√°zquez. F√ľr seine Arbeit hatte er Galileo Galilei zu Rate gezogen, damit sich das Pferd, auf dem der Monarch Platz nimmt, ausschlie√ülich auf den Hinterhufen halten kann. Hierzu wurde der vordere Teil des Pferdes ausgeh√∂hlt. Es handelt sich um das erste Reiterstandbild der Welt, das in dieser Haltung erschaffen wurde.

Der Platz beherbergt zudem eine Skulpturensammlung von 20 spanischen Königen, die zwischen 1750 und 1753 unter Fernando VI. angefertigt worden sind.

Die Madrider Oper – das „Teatro Real“ – wurde 1997 neu er√∂ffnet, nachdem sie fast sechs Jahre lang zum Opernsaal umgebaut worden war. Zuvor hatte sie unter anderem den Grand Prix Eurovision 1969 beherbergt. Das Design f√ľr die Show lieferte damals Salvador Dal√≠. Kurz vor der Neuer√∂ffnung der Oper kam es zu einem handfesten Skandal: Der pr√§chtige Kronleuchter, der das Innenleben der Oper ziert, st√ľrzte auf den Boden … es gab gl√ľcklicherweise keine Verletzte.

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