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Almudena-Kathedrale

Almudena-Kathedrale
8. Juni 2017 uwefreund

Madrid - Almudena-Kathedrale

Madrid: Almudena-Kathedrale

Madrids Kathedrale liegt direkt neben dem K√∂nigspalast an der Plaza de Oriente. Die Almudena-Kathedrale ist ein relativ junges Bauwerk. Mit dem Bau begann man im 18. Jahrhundert, fertig gestellt wurde sie aber erst 1993. Das Innere der Kathedrale weist neben einigen historisch bedeutenden Kunstwerken auch auffallend moderne Elemente wie den neu gestalteten Altarraum von Ikonenmaler Kiko Arg√ľello auf, der die Kathedrale anl√§sslich der Hochzeit von Thronfolger Felipe und seiner Frau Letizia stellenweise modernisierte.

Nach ihrer Fertigstellung Anfang der 1990er Jahre galt die Almudena-Kathedrale lange Zeit als „langweiligste“ Kathedrale Spaniens. Daran konnte auch der Segen von Papst Johannes Paul II. bei ihrer Er√∂ffnung nichts √§ndern. Die Weihe kam etwas zu sp√§t, knapp ein Jahrhundert nach Baubeginn, und das Innere wirkte ziemlich karg und unterk√ľhlt. Anl√§sslich der Hochzeit von Prinz Felipe und Letizia Ortiz Rocosolano im Mai 2004 √§nderte sich das Bild der Almudena-Kathedrale. Der K√ľnstler und Ikonenmaler Kiko Arg√ľello gestaltete Teile des Innenraums neu, unter anderem den spektakul√§ren Altarraum mit modernen Fensterbildern und farbigen Lichtspielen. Arg√ľello war w√§hrend seines Kunststudiums in Madrid Sch√ľler von Pablo Picasso. Der Einfluss des Meisters ist unverkennbar und machte aus Arg√ľello einen der begehrtesten Ikonenmaler Spaniens. 1959 wurde er mit dem nationalen Kunstpreis ausgezeichnet. Die Orgel des Gotteshauses wurde 1999 vom deutschen Orgelbauer Gerhard Grenzing entworfen.

Die Architektur der Almudena-Kathedrale ist des benachbarten K√∂nigspalasts sehr √§hnlich. Damit die beiden Bauwerke stilistisch zueinander passen, hat man den anf√§nglich geplanten neugotischen Stil der Kathedrale verworfen und sich f√ľr den Klassizismus entschieden. Aber auch in der Farbe gleichen sich die Almudena- Kathedrale und der Palacio Real; beide wurden im gleichen hellen Granit und Kalkstein aus Colmenar Viejo errichtet.

Der Name der Kathedrale leitet sich von der Schutzheiligen Madrids ab, der Heiligen Almudena. Der Legende nach hatten die Gl√§ubigen das Bildnis der Heiligen im 9. Jahrhundert vor den Muslimen versteckt. Im Jahr 1084 eroberte K√∂nig Alfonso VI. die Stadt und leitete Untersuchungen ein, um das Bildnis der Almudena wieder aufzusp√ľren. Man fand das Bild schlie√ülich an dem Ort, an dem heute die Kathedrale steht.

Heute kann man eine Madonnenfigur in der weißen Wand sehen, die sich etwas unterhalb der Kathedrale befindet. Sie markiert den ehemaligen Fundort des Bildes.

In der unterirdischen Krypta befinden sich zahlreiche Gr√§ber und Kapellen, in denen Adelige und wohlhabende Madrider B√ľrger ihre letzte Ruhest√§tte gefunden haben. Sie ist der √§lteste Teil der Almudena-Kathedrale.

Almudena-Kathedrale

Calle Bailen 8-10

Metro: √ďpera

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