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Chinchón

Chinchón
8. Juni 2017 uwefreund

Madrid - Chinchón

Madrid: Chinchón

Spanien ist stolz auf seine „Plazas Mayores“. Einen der sch√∂nsten und bekanntesten Pl√§tze findet man zweifellos in der malerischen Stadt Chinch√≥n, rund eine Autostunde von Madrid entfernt. Die mittelalterliche Stadt erinnert bis heute an ein Dorf, auch wenn sie mittlerweile eher vom Tourismus als von der Landwirtschaft lebt. Das Herz von Chinch√≥n ist die Plaza Mayor mit ihren malerischen H√§userzeilen und Arkaden, die bis heute noch als Stierkampfarena genutzt wird. Chinch√≥n ist au√üerdem f√ľr seine Anislik√∂re und Weine bekannt.

Die Plaza Mayor erinnert an einen klassischen mittelalterlichen Platz. Die ersten H√§user wurden bereits im 15. Jhdt. errichtet. Im 18. Jhdt. erhielt der Platz seine endg√ľltige Form, wie sie bis heute zu sehen ist. Aufgrund seiner harmonischen Proportionen gilt er als einer der sch√∂nsten Pl√§tze der Welt. Auch als Filmkulisse kam er bereits zum Einsatz, unter anderem im Klassiker „In 80 Tagen um die Welt“.

Wer in Chinch√≥n durch die kleinen, romantischen Gassen spaziert , hier und da in eine Tapasbar einkehrt, oder auf einer Terrasse am Platz etwas trinken m√∂chte, sollte unbedingt den ber√ľhmten Anislik√∂r probieren, der zu den beliebtesten Schn√§psen Spaniens geh√∂rt. Ein weiteres typisches Mitbringsel ist Knoblauch aus Chinch√≥n. Hier gedeiht eine ganz besondere Sorte, die man in vielen Gesch√§ften zu Str√§u√üen gebunden kaufen kann.

Neben der Plaza Mayor gibt es verschiedene Kirchen und das Klarissenkloster aus dem 17. Jhdt., die eine Besichtigung wert sind. Von der Burg aus dem 15. Jhdt. sind nur noch einige √úberreste geblieben. Ber√ľhmt ist Chinch√≥n auch f√ľr seine H√∂hlen und Weine. Typische Restaurants, so genannte „Mesones“ und alte Landsitze, sind weit √ľber die Grenzen der Region Madrid bekannt geworden. Hier genie√üt man nicht nur edle Tropfen, sondern auch typisch kastilische K√ľche vom Feinsten. Das „Mes√≥n de la Cueva del Vino“ ist federf√ľhrend. Hier konnten sich bereits Ber√ľhmtheiten wie Orson Welles oder Yul Brunner von der hervorragenden traditionellen Gastronomie √ľberzeugen.

Und noch etwas hat den Namen des Ortes bekannt gemacht: Die Stadtchronik berichtet, dass eine Gr√§fin von Chinch√≥n im 17. Jhdt. an Malaria erkrankt war. Als erste Europ√§erin konnte sie mit einem Mittel geheilt werden, das normalerweise die Indianer als Heilstoff f√ľr die unterschiedlichsten Krankheiten eingesetzt haben. Das Mittel nannte man fortan „Chinin“.

Unser Tipp: Wenn Sie ein paar Tage lang abschalten und der Hektik in Madrid entkommen wollen, buchen Sie ein Zimmer im Parador Nacional von Chinch√≥n, eines der sch√∂nsten Hotels der staatlichen Hotelkette „Paradores Nacionales“.

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