Das Maximilianeum wurde zwischen den Jahren 1857 und 1874 nach Vorlagen von Friedrich
Bürklein erbaut. Ursprünglich plante man die Fassade mit gotischen Spitzbögen, doch
während der Bauarbeiten ließ König Maximilian II. den Bau mit Rundbögen im
Renaissancestil versehen. Der breite Mittelbau des Maximilianeums wird von offenen Arkaden
flankiert. Weit sichtbar ragt auf der Mitte des Daches ein Engelsgenius empor.
Ursprünglich war das Gebäude, das die Maximilianstraße nach Osten hin abschließt, für
die Ausbildung begabter Studenten bestimmt. Heute noch gewährt die Stiftung Maximilianeum
sogenannten Einser-Studenten im hinteren Teil des Gebäudes freie Kost und
Logis. Seit 1949 ist der vordere Teil des Maximilianeums Sitz des Bayerischen Landtages.
Vor dem Maximilianeum befindet sich die nach Plänen des Architekten Zenetti gebaute
Maximiliansbrücke. 1864 fertiggestellt und 1905 von Thiersch restauriert, spannt sich die
Brücke über die Isar. Sehr schön sind ihre Brückengeländer im Jugendstil, imposant
die Steinfigur der Pallas Athene.