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Mission District

Mission District
8. Juni 2017 uwefreund

San Francisco - Mission District

San Francisco: Mission District

In der Mission hat sich ein ein buntes Kaleidoskop an hispanischen Bev√∂lkerungsgruppen niedergelassen: Chilenen, Puertoricaner, Costaricaner, Nicaraguaner, Salvadorianer und vor allem Mexikaner. Obwohl das Viertel seit seinen spanischen Gr√ľndungstagen – San Franciscos √§ltestes Geb√§ude, die Mission Dolores, befindet sich hier seit 1776 – √ľberwiegend von Latinos bewohnt wurde, kam erst in den f√ľnfziger und sechziger Jahren dieses Jahrhunderts ein gr√∂√üerer Zuwanderungsschub. Viele Einwanderer waren politische Fl√ľchtlinge aus S√ľd- und Mittelamerika oder versprachen sich Arbeitsm√∂glichkeiten in den USA.¬†

Das urspr√ľnglich mexikanische Kalifornien scheint langsam von hispanischen Bev√∂lkerungsgruppen zur√ľckerobert zu werden: die Latinogemeinde stellt knapp ein Viertel der Gesamtbev√∂lkerung San Franciscos dar, und die kalifornische Landwirtschaft w√§re ohne die (illegalen) mexikanischen Billigarbeitskr√§fte nicht mehr denkbar.¬†

Entlang der Hauptstra√üe der Viertels, der Mission Str. entfaltet sich das bunte Leben von Taquerias, Discountl√§den und Gem√ľsem√§rkten. Inzwischen wohnen l√§ngst nicht mehr nur Latinos hier, sondern sind aufgrund der billigen Mieten auch viele K√ľnstler und alternative Projekte hierher gezogen, wie z. B. das Programmkino Roxie an der 16. Stra√üe, und lesbisch-feministische Projekte und Buchl√§den an der Valencia Str.

S√ľdliche Atmosph√§re verbreitet die Mission auch noch aus einem anderen Grund: wenn sich in der Haight bereits die Nebelschwaden ballen, ist es hier immer noch sonnig. Die Schattenseite ist die Armut: Bandenwesen und Drogenkriminalit√§t sind kein Fremdwort f√ľr die Mission und am s√ľdlichen Ende, bei Army / Cesar Chavez Str., kann es f√ľr den Besucher etwas ungem√ľtlich werden, hier beginnen die Projects, die sozialen Wohnungsprojekte.

Bekannt ist die Mission aber auch vor allem wegen der Murals, der zahlreichen Wandgem√§lde, die haupts√§chlich zwischen der 22nd und 24th Str. anzutreffen sind. Von unbekannten Einzelk√ľnstlern oder staatlich unterst√ľtzten K√ľnstlergruppen geschaffen, spiegelt diese Stra√üenkunst auf vielf√§ltigste k√ľnstlerische Weise politische Themen und soziale Probleme der Gemeinde. Zu den Murals gibt es eine Besichtigungstour, die von der Precita Eyes Mural Art (348 Precita Ave. / Folsom Str.) organisiert wird.

Lage: zwischen 11th Str., Church Str. Army (seit einiger Zeit in Cesar Chavez umbenannt) und Potrero.

Verkehrsmittel: Busse 14, 22, 26, 33, 45, 71 BART: 16th und 24th und Mission Str.

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