Der Palais Leuchtenberg wurde von Leo von Klenze im Auftrag von Graf von Leuchtenberg
erbaut. Dieser war der ehemalige Vizekönig Italiens, der Schwiegersohn von König
Maximilian I. Joseph und der Adoptivsohn von Napoleon. Beim Bau (1826-1828) diente Klenze
der Palazzo Fernese in Rom als Vorbild. Das Gebäude besitzt 253 Räume, weil der Graf den
Wunsch besaß, das Gebäude eventuell in ein Hotel umzuwandeln, wenn die Zeiten noch
schlechter werden würden. Der klassizistische Palais Leuchtenberg war das erste Gebäude,
das in der Ludwigstraße gebaut wurde, und bildete sozusagen das Pilotprojekt für die
anderen Bauten. So wurde 1828 das Odeon als Pendant errichtet. Im 2. Weltkrieg wurde das
Gebäude stark beschädigt. Nach langwierigen Aufbauarbeiten zog das Bayerische
Finanzministerium dort ein.