An der Stelle, wo heute das Kloster Ettal steht, soll 1330 das Pferd von Kaiser Ludwig
dem Bayern in die Knie gegangen sein, weil eine kleine mitgeführte Marmorstatue der
Muttergottes zu schwer geworden war. Der Kaiser verstand dies als Zeichen und stiftete ein
Kloster.
1370 wurde die Klosterkirche eingeweiht, die man in der Form eines Zwölfecks baute. Das
Gewölbe über dem Zentralbau der Kirche wird durch eine mächtige Mittelsäule gestützt.
Im 18. Jahrhundert hat man diese Kirche, wie auch viele andere in Bayern, im Barockstil
umgestaltet. Franz Schmuzer konstruierte dabei ein Gewölbe mit 26 m Durchmesser, ohne
dass es durch Stützpfeiler gehalten wurde. Darauf setzte er eine mächtige, weit
sichtbare Kuppel (71 m hoch), die zum Wahrzeichen Ettals wurde. Das Kuppelfresko im Stile
des Rokoko mit rund 400 Figuren des Benediktinerordens malte in den Jahren 1748-51 Jakob
Zeiller.
Das Kloster besitzt einen Biergarten sowie eine Klosterstube, wo man den berühmten
Ettaler Kräuterlikör kaufen kann.
Ettal