Der Bauherr der Schlösser Nymphenburg und Schleißheim, Kurfürst Max Emanuel, war
auch für die Erbauung von Schloss Fürstenried verantwortlich. In den Jahren 1715-1717
entstand unter der Aufsicht des Architekten Joseph Effner ein kleines Jagdschloss, das
genau auf die acht Kilometer entfernte Frauenkirche ausgerichtet war. Schloss Fürstenried
besteht aus einem dreigeschossigen Hauptgebäude sowie aus weiteren kleineren Bauten wie
dem Reitstall, der Hubertuskapelle und dem Kurprinzenbau.
Vom Schloss Fürstenried sind nur die drei weiß-gelb gestrichenen Gebäude, die die
Fassade bilden, gut erhalten. Von der ursprünglichen Inneneinrichtung sind nur noch drei
Räume übrig. In Schloss Fürstenried lebte Prinz Otto, der Bruder von König Ludwig II.
Otto. Dieser wurde nach dem Tod Ludwigs im Jahre 1886 König von Bayern, konnte aber
aufgrund einer Geisteskrankheit die Regentschaft nicht antreten. Statt dessen regierte
Prinzregent Luitpold, ein Onkel des Königs, der ein hohes Ansehen bei den Münchnern
besaß.
Heute wird Schloss Fürstenried vom Erzbistum München-Freising als katholisches
Exerzitienhaus genutzt. Eine Besichtigung ist nicht möglich.