Der Auftraggeber der Kirche Sankt Michael in Berg am Laim war eigentlich ein
Ortsfremder, nämlich der Kölner Erzbischof Clemens August. Dieser war jedoch ein Sohn
des Kurfürsten Max Emanuel und besaß das Hofmarkschloss Berg am Laim. So begann man 1738
nach Plänen von Johann Michael Fischer, eine Kirche für den Michaelsorden zu bauen, und
in den 36 Jahren Bauzeit entstand eine der gelungensten Rokokokirchen Bayerns, wenn nicht
Deutschlands. Sankt Michael besitzt eine schöne, vertikal gegliederte Doppelturmfassade,
deren Wirkung jedoch etwas durch die direkt an die Kirche angebauten Häuser geschmälert
wird.
Das Innere stammt von Johann Baptist Straub und Johann Baptist Zimmermann. Straub schuf
die Altäre und Statuen, Zimmermann war für den Stuck und die Fresken verantwortlich.
Beherrscht wird das Kircheninnere von großen Rundbögen an den Übergängen zu den
Seitenräumen. Säulen und Pilaster gliedern den rechteckigen Zentralraum.
Clemens-August-Straße 9a, Berg am Laim, Stadtteil: Berg am Laim
U-Bahn: U2, U5 (Michaelibad)