Auf Geheiß des Königs Max I. Joseph erbaute man in den Jahren 1811-1818 in München
das Nationaltheater im klassizistischen Stil, das gleichzeitig auch die Bayerische
Staatsoper ist. 1823 brannte es nieder, wurde jedoch zwei Jahre später bereits wieder
eröffnet.
Das Nationaltheater erinnert an einen griechischen Tempel. Es besitzt einen zweifachen
Dreiecksgiebel, und der Portikus wird von korinthischen Säulen getragen. Auch das Innere
ist in klassisch-griechischer Manier gehalten: Die Eingangshalle ist dorisch, das
Treppenhaus ionisch und das Königsfoyer korinthisch.
Das Nationaltheater erlangte seinen Ruf, eines der besten Opernhäuser der Welt zu sein,
durch zahlreiche Wagneraufführungen. U. a. wurden hier unter König Ludwig II., einem
glühenden Verehrer Wagners, die Opern Tristan und Isolde, Die
Meistersinger, Rheingold und Die Walküre uraufgeführt.
Ludwig II. genoss im Nationaltheater häufig Privatvorführungen. Seine Königsloge bildet
auch heute noch das Zentrum des 2.100 Zuschauer fassenden Innenrondells. Säulenfiguren,
sogenannte Karyatiden, heben die Loge noch zusätzlich aus dem Gesamtbild des Innenraums
heraus.
Max-Joseph-Platz 2, Stadtteil: Altstadt/Lehel.
Öffnungszeiten: Führungen durch das Nationaltheater: Fr. um 14.00. Die
Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen beschränkt.
S-Bahn: S1-S8 (Marienplatz)