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Tour de Montparnasse

Tour de Montparnasse
8. Juni 2017 uwefreund

Paris - Tour de Montparnasse

Paris: Tour de Montparnasse

Der Tour de Montparnasse ist der h├Âchste Berg der Stadt und ist vor allem durch die internationalen K├╝nstler bekannt geworden, die nach der Jahrhundertwende auf den Montmartre kamen, um eine K├╝nstlerkolonie zu bilden.

F├╝r den Namen des gr├Â├čten Berges von Paris, der immerhin 128 Meter hoch ist, gibt es zwei Versionen:

Man nimmt an, dass hier fr├╝her ein Tempel gestanden hat, der dem r├Âmischen Gott Merkur geweiht war. So hie├č der Berg ┬äMont de Mercure┬ô, Merkurs Berg. Die zweite Variante ist auf der Legende um den heiligen Dionysos begr├╝ndet. Er war der erste Bischof von Paris und soll auf dem Montmartre zusammen mit Eleutherius und Rustikus gek├Âpft worden sein. Nach der Legende lief er ohne Kopf noch 2.000 Schritte, bis der Tod endg├╝ltig eintrat. Nach diesem Vorfall wurde der Berg ┬äMont des Martyrs┬ô, der Berg der M├Ąrtyrer, genannt.

Zur Zeit der Franz├Âsischen Revolution wurde das auf dem Montmartre stehende Benediktinerkloster unter der F├╝hrung von Jean-Paul Marat 1794 vollst├Ąndig zerst├Ârt; der Montmartre erhielt zeitweise den Namen Mont-Marat.

Ber├╝hmt geworden ist der Montmartre-H├╝gel erst um die Jahrhundertwende, als K├╝nstler aus aller Welt auf den Montmartre kamen, um in dem ehemaligen Weinbauerndorf eine K├╝nstlerkolonie zu bilden. Der Kubismus fand dort seine Anf├Ąnge, denn auch Picasso, Braque und Jean Gris mieteten eines der heruntergekommenen Studios des Bateau-Lavoir. Andere weltber├╝hmte Maler waren zum Beispiel Manet, Utrillo, Van Gogh, Max Jacob und Apollinaire. Toulouse Lautrec kommt im Zusammenhang mit dem Montmartre eine besondere Bedeutung zu, denn durch ihn wurde eines der Wahrzeichen des Montmartres, das Moulin Rouge, verewigt.

Nach dem ersten Weltkrieg wanderten die K├╝nstler in das Viertel Montparnasse ab. Die Place du Tertre erinnert nur noch schwach an vergangene Tage, und die K├╝nstler haben sich eher auf den Kommerz als auf Kunst verlegt. Dennoch – oder gerade deshalb – hat der Platz eine sehr angenehme Atmosph├Ąre. Sie k├Ânnen sich gem├╝tlich in eines der – allerdings nicht ganz preisg├╝nstigen – Lokale um den Platz setzen und vorbeilaufende Menschen beobachten.

Wer sich vom Touristenrummel abwendet und in die kleinen G├Ąsschen auf dem Montmartre einbiegt, sp├╝rt die Romantik und Vielfalt des Berges. Oft tut sich ein unerwartet sch├Âner Ausblick auf die Stadt auf, der so gar nicht den ├╝blichen Ansichtskartenbildern gleicht, daf├╝r aber um einiges beeindruckender ist. Das kleine Dorf auf dem Berg scheint sich trotz der Touristenstr├Âme seine Urspr├╝nglichkeit bewahrt zu haben.

Ber├╝hmt ist der Berg auch f├╝r die auf ihm errichtete Kirche Sacr├ę-C┬ťur.

Am Fu├č des Berges befindet sich das Moulin Rouge. Hier zeigt sich eine andere, nicht weniger bekannte Seite des Montmartres: Das Vergn├╝gungsviertel Pigalle ist mit seinem Boulevard de Clichy ber├╝hmt f├╝r Sexshops und Prostituierte. Man mag sich fragen warum das Moulin Rouge dort steht und warum sich eines der ber├╝hmtesten Nachtlokale ausgerechnet in einer M├╝hle befindet. Tatsache ist aber, dass bis Anfang des 19. Jahrhunderts ├╝ber 30 M├╝hlen in Montmartre mahlten. Sie f├Ârderten Silex aus unterirdischen Gipslagerst├Ątten, bis sie aufgegeben werden mussten, da der Berg vom Einsturz bedroht war.

M├ętro: Place Clichy, Blanche, Pigalle, Anvers, Abbesses

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