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Schloss Schlei├čheim

Schloss Schlei├čheim
8. Juni 2017 uwefreund

M├╝nchen - Schloss Schlei├čheim

M├╝nchen:┬áSchloss Schlei├čheim

Die weitl├Ąufige Schlossanlage in Oberschlei├čheim umfasst das Alte Schloss, das Neue Schloss und den Palast Lustheim.

Altes Schloss. Das Alte Schloss wurde auf dem Gel├Ąnde des ehemaligen Pferdegest├╝ts errichtet und um 1600 von Herzog Wilhelm V. um 44 R├Ąume erweitert. 1623 schlie├člich wurde das Hauptgeb├Ąude in eine Residenz umgewandelt. Das Alte Schloss ist ein einfach gehaltenes Herrenhaus. 1944 wurde es zerst├Ârt, bis 1972 jedoch wieder hergestellt. Das Schloss dient vorwiegend als Museum. Hier befindet sich die Ost- und Westpreu├čenausstellung sowie die Sammlung ┬ôDas Evangelium in den Wohnungen der V├Âlker┬ö, die eine Zusammenstellung religi├Âser und kultischer Exponate aus verschiedenen L├Ąndern zeigt.

Neues Schloss. Das Neue Schloss war urspr├╝nglich als vierfl├╝gelige Anlage geplant. Zu sehen ist heute jedoch nur der Ostfl├╝gel, den Enrico Zuccalli in den Jahren 1701-1704 im Auftrag von Kurf├╝rst Maximilian Emanuel baute. Denn der Kurf├╝rst musste w├Ąhrend des Spanischen Erbfolgekrieges ins Exil gehen, so dass ab 1719 die Bauarbeiten von Joseph Effner zun├Ąchst noch in bescheidenerem Rahmen fortgef├╝hrt und 1727 ganz eingestellt wurden. Leo von Klenze gestaltete die Fassade in klarer klassizistischer Architektur um.

Die Inneneinrichtung des Neuen Schlosses ist ├╝berw├Ąltigend. Die besten K├╝nstler aus Europa wurden verpflichtet, um die Gestaltung der R├Ąume zu ├╝bernehmen. Viele Motive aus den T├╝rkenkriegen und der griechischen Mythologie wurden in Gem├Ąlden, Fresken und Stuckaturen verewigt. Im Schloss befindet sich eine Sammlung von rund 300 Barockgem├Ąlden. Das Neue Schloss wird bis ins Jahr 1995 hinein renoviert, so dass zwischenzeitlich nur Teile zu besichtigen sind.

Schloss Lustheim. Am Ostende des Schlossparks steht das Schloss Lustheim, das in den Jahren 1684-1688 von Enrico Zuccalli anl├Ąsslich der Hochzeit von Kurf├╝rst Max Emanuel mit Maria Antonia erbaut wurde. Das Vorbild f├╝r Schloss Lustheim war der Palazzo Madama in Rom, und es sollte als Parkkasino und Jagdschloss im geplanten Barockgarten dienen. Die zehn R├Ąume des Schlosses und der zweigeschossige Hauptsaal sind reich mit Fresken verziert, viele Deckengem├Ąlde verherrlichen die Jagdg├Âttin Diana. Im Hauptsaal befinden sich sechs gro├če Gem├Ąlde, die Hofjagden Maximilians zeigen.

Schloss Lustheim ist durch einen Ringkanal mit Wasser umgeben und konnte zur Entstehungszeit nur mit einem Boot erreicht werden. Sein ├äu├čeres ist so schlicht gehalten wie das Alte Schloss, jedoch wird die Fassade durch griechische S├Ąulen und Giebel aufgelockert. Dank seiner Symmetrie bietet das Schloss von allen Seiten die gleiche Ansicht. Neben dem Schloss hat man ebenso symmetrisch den Stall- und den Renatuspavillon postiert. Sie begrenzen den Garten, der sich zwischen Schloss Lustheim und dem Neuen Schloss erstreckt.

Im Schloss Lustheim befindet sich seit 1971 die Mei├čner Porzellansammlung von Ernst Schneider mit mehr als 1800 Exponaten. Sie wird nur von der Sammlung im Dresdner Zwinger ├╝bertroffen.

Oberschlei├čheim. Telefon: 315-02 12 (Neues Schloss und Palast Lustheim), 315-52 72 (Altes Schloss). ├ľffnungszeiten: Altes Schloss: Di.-So. 10.00-17.00, Neues Schloss und Schloss Lustheim: Di.-So. 10.00-12.30 und 13.30-17.00 (September bis M├Ąrz nur bis 16.00 ge├Âffnet).

S-Bahn: S1 (Oberschlei├čheim), dann Mo.-Fr. Bus 992 (Schloss Lustheim)

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