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Residenz

Residenz
8. Juni 2017 uwefreund

M√ľnchen - Residenz

M√ľnchen:¬†Residenz

Am nord√∂stlichen Rand der Altstadt befindet sich die Residenz, ehemals der Wohnsitz der Herz√∂ge, dann der Kurf√ľrsten und schlie√ülich von 1806-1918 der K√∂nige von Bayern. Die Residenz entstand in vier Jahrhunderten und gliedert sich in drei Hauptteile: dem K√∂nigsbau, der alten Residenz und dem Festsaalbau. Der Geb√§udekomplex und das Innere sind organisch gewachsen. So findet man alle Stilepochen – so Sp√§trenaissance, Barock, Rokoko und Klassizismus. W√§hrend des 2. Weltkrieges wurde auch die Residenz stark besch√§digt, und vieles ging f√ľr immer verloren. Seit der Nachkriegszeit ist man jedoch um einen originalgetreuen Wiederaufbau bem√ľht, und gro√üe Teile der Residenz erstrahlen wieder im alten Glanz.

Zur Baugeschichte: Nachdem die Alte Veste (der Alte Hof) zu klein wurde, begann man im Jahre 1385 mit dem Bau der Neuen Veste. In den Jahren 1470-1500 wurde die Veste zu einer Wasserburg ausgebaut, im 16. Jahrhundert noch erweitert. 1750 brannte das Geb√§ude jedoch weitestgehend ab. Albrecht V. und seine Nachfolger, hier vor allem Maximilian I., erbauten im Laufe der Zeit die sogenannte Alte Residenz im Stile der Sp√§trenaissance. Von den Umbauten im Barock blieb nichts √ľbrig: auch hier aufgrund eines verheerenden Feuers. Im 18. und 19. Jahrhundert erhielt die Residenz zus√§tzliche Bauten und Ver√§nderungen im Inneren im Stile des Rokoko und des Klassizismus.

Das √Ąu√üere der Residenz bildete sich in zwei Bauphasen heraus. Die Westfassade wurde im 17. Jahrhundert geschaffen, die s√ľdliche Fassade im 19. Jahrhundert im klassizistischem Stil (Baumeister war Leo von Klenze). Die Residenz besitzt sieben H√∂fe, um die sich die einzelnen Geb√§udeteile gruppieren. Von den H√∂fen wurden der Kaiser-, der Kapellen- und der Brunnenhof √§hnlich wie die Westfassade mit Scheinarchitektur bemalt. Die sch√∂nste Hofanlage ist der Brunnenhof aus dem Jahre 1610, in dessen Mitte sich der Wittelsbacher-Brunnen befindet. Die darauf und daran befindlichen Figuren wurden von Hanz Krumpper und Hubert Gerhard geschaffen. Der idyllischste Hof ist der Grottenhof mit seinem Perseus-Brunnen. Er entstand Ende des 16. Jahrhunderts. Die letzten beiden H√∂fe in der Baugeschichte der Residenz waren der K√∂nigsbauhof und der Apothekenhof, die K√∂nig Ludwig I. von Leo von Klenze erbauen lie√üen. Der Apothekenhof befindet sich genau an der Stelle, wo ehemals die Neue Veste stand.Die R√§ume der Residenz wurden von den besten K√ľnstlern ihrer Zeit mit M√∂beln, Gem√§lden, Gobelins und Porzellan gestaltet. Besonders hervorzuheben ist das Antiquarium. Dieses lie√ü Albrecht V. f√ľr seine Sammlung antiker Statuen errichten. Zahlreiche der Prunkr√§ume entstanden erst unter K√∂nig Ludwig I., so z. B. der Festsaal. Seit 1920 ist die Residenz als Museum zug√§nglich. Vormittags und nachmittags kann man 112 der R√§ume im sogenannten Residenzmuseum besichtigen.

Max-Joseph-Platz 3, Stadtteil: Altstadt/Lehel. Telefon: 2 90 67-1. √Ėffnungszeiten wie Residenzmuseum: Di.-So. 10.00-16.30.

U-Bahn: U3-U6 (Odeonsplatz)

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