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Kloster Andechs

Kloster Andechs
8. Juni 2017 uwefreund

M√ľnchen - Kloster Andechs

M√ľnchen:¬†Kloster Andechs

Bayern besitzt einige Kl√∂ster, die sich gro√üer Beliebtheit erfreuen. Zum einen sind sie Wallfahrtsst√§tten, zum anderen kann man dort die hervorragenden Produkte der Kl√∂ster genie√üen, in erster Linie nat√ľrlich Bier und Lik√∂re. Auch das Kloster Andechs besitzt heute – dank des Schankbiers der Klosterbrauerei – einen hohen Bekanntheitsgrad.

Das auf einem 711 m hohen Berg liegende Kloster Andechs wurde bereits im 10. Jahrhundert gegr√ľndet. Dieser Ort war im Altertum eine Kultst√§tte, die religi√∂sen Br√§uchen diente. Im 12. Jahrhundert errichteten die Grafen von Die√üen-Andechs auf dem Berg ihre Burg. Als die Burg Mitte des 13. Jahrhunderts in die H√§nde der Wittelsbacher zu fallen drohte, rissen die Grafen sie kurzerhand ab. Dabei wurde auch die Kapelle zerst√∂rt, unter der die Andechser Grafen ihre religi√∂sen Sch√§tze begraben hatten. Dazu geh√∂rten u.a. ber√ľhmte Reliquien, die auf den Kreuzz√ľgen erobert und hierher geschafft worden waren. 1388 fand man den Reliquienschatz, darunter die ber√ľhmten ¬ďDrei Hostien¬Ē wieder. Der Ansturm der Wallfahrer, die Reliquien zu sehen, war so gro√ü, dass man 1419 ein Kirche und 1455 ein Kloster des Benediktinerordens auf dem Heiligen Berg errichtete. Mitte des 17. Jahrhunderts brannte das Kloster nieder, wurde jedoch wieder errichtet und 1755 in die heutige gotische Form umgebaut. 1846 kaufte K√∂nig Ludwig I. das Kloster und schenkte es 1850 der M√ľnchner Benediktinerabtei St. Bonifaz. Das Kloster besch√§ftigt sich mit der Pflege der Klostereinrichtungen, wie der Apotheke, der Bibliothek und der weltber√ľhmten Klosterbrauerei.

Die Kirche des Klosters ist noch immer eine ber√ľhmte Wallfahrtsst√§tte, wovon Danksagungen geheilter Gl√§ubiger im Kircheninneren zeugen. Vor allem die Stuckverzierungen im barocken Innenraum der dreischiffigen Kirche sind sehenswert. Wie die Wand- und Deckenfresken und der Hochaltar aus rotem Marmor stammen diese von Johann Baptist Zimmermann. Von der Plattform des 60 m hohen Zwiebelturmes hat man vor allem bei F√∂hn einen einmaligen Blick auf das Alpenpanorama.

Zur Kirche geh√∂ren mehrere Kapellen. In der Kreuzkapelle fand Herzog Albrecht III., der Gr√ľnder des Klosters, seine letzte Ruhest√§tte. Der Reliquienschatz von Kloster Andechs wird heute in der Heiligen Kapelle aufbewahrt, die allerdings nicht zu besichtigen ist. In der Wachskapelle dagegen kann man eine Sammlung jahrhundertealter Votivkerzen betrachten.

Bergstra√üe 2. Telefon: 08152/376-0. √Ėffnungszeiten: Klosterkirche: 6.30-18.00, Br√§ust√ľberl mit Terasse: t√§glich von 9.45-20.00, Gasthof mit Biergarten: t√§glich von 11.00-23.00. Von Ostern bis Oktober wird Sa. und So. kein Starkbier ausgeschenkt

S-Bahn: S5 (Herrsching), dann Bus 951, 956 (Andechs)

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