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Deutsches Museum

Deutsches Museum
8. Juni 2017 uwefreund

M├╝nchen - Deutsches Museum

München: Deutsches Museum

Wer an Technik und Naturwissenschaften interessiert ist, f├╝r den ist ein Besuch des Deutschen Museums ein muss. Auf mehr als 50.000 m┬▓ Ausstellungsfl├Ąche werden rund 17.000 Exponate vorgestellt, die einen umfassenden ├ťberblick ├╝ber alle wichtigen Erfindungen der Menschheitsgeschichte liefern. Das Museum wird laufend erg├Ąnzt und mit den neuesten technischen Errungenschaften best├╝ckt.

Gegr├╝ndet wurde das Deutsche Museum 1903 von dem Ingenieur Oskar von Miller. Seit 1925 sind die Sammlungen in einem gro├čen Geb├Ąude, das der Architekt Gabriel von Seidl erbaute, auf einer Isarinsel untergebracht, die seither den Namen ┬ôMuseumsinsel┬ö tr├Ągt. Der Museumsbau ist im Stile des Historismus errichtet worden und weist sowohl barocke als auch klassizistische Elemente auf. Oskar von Miller setzte im Deutschen Museum, das er auch anfangs leitete, ein neues Museumskonzept durch. So sollte Technik nicht nur gezeigt werden, sondern sie sollte auch funktionieren, so dass jedermann sie verstehen kann.

Will man die gesamte F├╝hrungsstrecke des Museums ablaufen, muss man gut zu Fu├č sein: rund 17 Kilometer sind zu schaffen. Es ist also ratsam, sich auf ausgew├Ąhlte Abteilungen zu beschr├Ąnken und lieber mehrmals das Museum zu besuchen.

Die Sammlungen des Museums – nach Stockwerken aufgeteilt – kurz vorgestellt:

Untergescho├č.Gehen Sie in den Keller, so stehen Sie pl├Âtzlich in einem Bergwerk. Lebensechte Modelle zeigen, wie ehemals Kohle, Salz und Erz gef├Ârdert und aufbereitet wurde. Die Bergbauausstellung – als eine der gr├Â├čten des Deutschen Museums – setzt sich auch im Erdgescho├č und auf der Galerie fort. Bleiben Sie jedoch zun├Ąchst noch im Untergescho├č, und erleben Sie die Geschichte des Automobils. Sie beginnt mit dem ersten selbstbeweglichen Fahrzeug (mit Dampf angetrieben), und folgt der Entwicklung bis zu Gottlieb Daimlers erstem Wagen mit einem Ottomotor. Exakt wird dokumentiert, wie sich die Form, die Technik und die Leistung des Automobils innerhalb weniger Jahrzehnte ver├Ąndert haben. Zur Sammlung geh├Âren auch legend├Ąre Fahrzeuge, wie der Silberpfeil von Mercedes. In einer benachbarten Halle kann man dar├╝ber hinaus eine Ausstellung von Segel- und Dampfschiffen betrachten.

Erdgescho├č.Dieses Stockwerk ist das vielf├Ąltigste. Themen sind Starkstromtechnik, Werkzeugbau, Schwei├čtechnik sowie Kraftmaschinen und Br├╝ckenbau. Au├čerdem geht es um Bodensch├Ątze, als Bezug zum Bergwerk. Erkl├Ąrt werden chemische Zusammensetzungen, die Entstehung von Erd├Âl und Erdgas sowie die Umweltbelastungen, die bei der F├Ârderung und Weiterverarbeitung von Bodensch├Ątzen entstehen. Auch das Thema Verkehr wird noch einmal in der Kutschen-, Eisenbahn- und Flugzeugausstellung aufgenommen. Die Luftfahrthalle erstreckt sich in der H├Âhe bis in die erste Etage. Zu sehen sind u. a. das Gleitflugzeug von Otto Lilienthal, ┬ôTante┬ö Ju aus dem 2. Weltkrieg, das erste in Serie gebaute Strahlenflugzeug und moderne, kleinere Passagierflugzeuge. Seit 1992 hat man die Luftfahrtabteilung noch um 40 Flugzeuge und Hubschrauber erweitert. Aus Platzmangel befinden sich diese in der Flugwerft Schlei├čheim und k├Ânnen dort besichtigt werden.

Erster Stock. Hier gelangt man zun├Ąchst in die Ehrenhalle f├╝r die gro├čen deutschen Naturwissenschaftler. Dann folgt die Abteilung f├╝r Energie und Energietechnik und anschlie├čend die physikalische Ausstellung. Diese bringt dem Betrachter die Gesetzm├Ą├čigkeiten von Fl├╝ssigkeiten, Gasen, Schwingungen und Wellen n├Ąher. Den kr├Ânenden Abschluss bilden die Nachrichtentechnik, die Atom- und Kernphysik und die technische Chemie. Zu sehen sind hier die Versuchsanordnungen Otto Hahns f├╝r die erste Kernspaltung und Modelle, an denen Blitzeinschl├Ąge bis zu 1 Mio. Volt vorgef├╝hrt werden. In einem Faradayschen K├Ąfig k├Ânnen Sie dann selbst erleben, wie dieser vor einen Blitz sch├╝tzt.

Zweiter Stock. Hier befinden Sie sich pl├Âtzlich in den unendlichen Weiten des Weltraums. Anhand von Modellen der ersten gro├čen Tr├Ągerraketen, dem ersten Satelliten (Sputnik 1), bis hin zu Nachrichtensatelliten wird die moderne Raumfahrt erl├Ąutert. Die Raumfahrtabteilung erreichen Sie nur durch die Flugzeughalle. W├Ąhlen Sie den ┬ônormalen┬ö Zugang, so stehen Sie in der nachgebildeten H├Âhle von Altamira, inmitten von steinzeitlichen Wandmalereien. Nach der H├Âhle folgt eine Ausstellung mit allt├Ąglichen Gegenst├Ąnden, und Sie erfahren, wie Glas, Keramik und Papier erzeugt werden. Die Entwicklung der Drucktechnik von Gutenberg, die Fotografie, die Textiltechnik und technisches Spielzeug vervollst├Ąndigen den Rundgang durch die zweite Etage des Deutschen Museums.

Dritter Stock. Hier werden Technologien vorgestellt, die das Leben der Menschen in den letzten Jahren dominiert haben und von denen noch gro├če Entwicklungen zu erwarten sind: Dokumentiert werden die Automation, die Mikroelektronik, die Informatik und die Telekommunikation. Einen weiteren Themenschwerpunkt dieser Etage bilden die Landwirtschaft und die Landvermessung.

Stockwerke vier bis sechs im Turm. Das Thema hier ist der Kosmos. Mit Hilfe von Linsen- und Spiegelteleskopen k├Ânnen Sie einen Blick ins All werfen. Fr├╝he Instrumente und Teleskope der Astronomie bilden die Ausstellungsst├╝cke der f├╝nften Etage. Im sechsten Stockwerk befindet sich das Planetarium.

Freigel├Ąnde.Hier steht eine Windm├╝hle aus Ostfriesland (1866) und seit 1987 der Seenotrettungskreuzer ┬ôTheodor Heuss┬ö. Der Mitropa-Speisewagen aus dem Jahr 1928 dient im Sommer als Restaurant.

Museumsinsel, Stadtteil: Altstadt/Lehel. ├ľffnungszeiten: Deutsches Museum: t├Ąglich von 9.00-17.00, Flugwerft: 9.00-17.00.

U-/S-Bahn: U1, U2 (Fraunhoferstra├če), S1-S8 (Isartor)

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