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B├╝rgersaalkirche

B├╝rgersaalkirche
8. Juni 2017 uwefreund

M├╝nchen - B├╝rgersaalkirche

München: Bürgersaalkirche

1709 bis 1710 entstand nach Pl├Ąnen des italienischen Baumeisters Giovanni Antonio Viscardi der sogenannte B├╝rgersaal im Barockstil. Dieses unauff├Ąllige, aber vornehme Geb├Ąude diente der Marianischen M├Ąnnerkongregation, die seit 1610 von den Jesuiten geleitet wurde, als Betsaal und wurde erst 1778 zur Kirche geweiht. Der B├╝rgersaal erhielt seinen Namen, weil zur Kongregation seit dem 18. Jahrhundert nur noch einfache B├╝rger geh├Ârten, die Adligen und hohen Beamten hatten sich in der ┬ôLateinischen Abteilung┬ö zusammengeschlossen.

Im 2. Weltkrieg wurde auch die B├╝rgersaalkirche zerst├Ârt. Zwar hat man sie wiederaufgebaut, jedoch ist das Deckenfresko ┬ôHimmelfahrt Mari├Ą┬ö von Martin Koller f├╝r immer verloren. Gerettet werden konnte der Altarrelief von Andreas Faistenberger aus dem Jahre 1710 sowie die Schutzengelgruppe von Ignaz G├╝nther, das bekannteste Kunstwerk des B├╝rgersaals.

Zum Wallfahrtsort wurde der B├╝rgersaal, weil sich in der Unterkirche das Grab des 1987 seliggesprochenen Jesuitenpaters Rupert Mayer befindet, der wegen seiner unbeugsamen Haltung gegen├╝ber den Nationalsozialisten von diesen verfolgt wurde. Kurz nach Ende des Krieges, am 1. November 1945, starb Rupert Mayer.

Neuhauser Stra├če 48, Stadtteil: Altstadt/Lehel

U-/S-Bahn: U4, U5, S1-S8 (Karlsplatz/Stachus)

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