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Zeughaus

Zeughaus
8. Juni 2017 uwefreund

Berlin - Zeughaus

Berlin: Zeughaus

Direkt hinter der SchlossbrĂŒcke an der Prachtstraße Unter den Linden steht der Barockbau des Zeughauses. Mit seinem Bau wurde bereits 1695 nach PlĂ€nen von Johann Arnold Nering begonnen. Beendet wurde dessen Arbeit von den Architekten Martin GrĂŒnberg, Andreas SchlĂŒter und Jean de Bodt. 1706 wurde das GebĂ€ude bereits provisorisch seiner Bestimmung ĂŒbergeben, obwohl es erst 1730 fertiggestellt wurde.

Das Zeughaus besitzt eine 90 m lange Fassade, die von de Bodt klar gegliedert wurde und Vor- und RĂŒcksprĂŒnge besitzt. Die Gesimse, Balustraden und Bildwerke sind aus Sandstein (weshalb derzeit eine Renovierung durchgefĂŒhrt werden muss), das Mauerwerk besteht aus Ziegeln, die mit Putz verkleidet wurden. Andreas SchlĂŒter lieferte den plastischen Schmuck der Fassade. Am Haupteingang befinden sich auf hervorspringenden Sockeln allegorische Frauenfiguren, die die Feuerwerkskunst, die Arithmetik, die Geometrie und die Mechanik darstellen.

Bis 1877 diente das Erdgeschoss des Zeughauses als Waffenarsenal, wĂ€hrend im Obergeschoss Infanteriewaffen und KriegstrophĂ€en untergebracht wurden. WĂ€hrend der Besetzung Berlins durch die Franzosen (1806) wurde das GebĂ€ude beschĂ€digt, nach 1814 unter der Leitung von Schinkel und Schadow jedoch wieder beseitigt. Am 14. Juni 1848 stĂŒrmten Berliner BĂŒrger das Zeughaus und bewaffneten sich. Danach diente das GebĂ€ude nach einem Umbau als Museum fĂŒr Waffen- und Kriegskunde sowie als Ruhmeshalle fĂŒr die Taten der brandenburgisch-preußischen Armee.

Im 2. Weltkrieg wurde das Zeughaus schwer beschĂ€digt. Otto Haesler leitete von 1948-61 den Wiederaufbau, der 1965 abgeschlossen war. Bis 1990 war dann darin das Museum fĂŒr Deutsche Geschichte untergebracht, das als das fĂŒhrende historische Museum der DDR galt. Nach der Wiedervereinigung ging dieses Museum in das Deutsche Historische Museum auf, welches bis zu diesem Zeitpunkt keine eigenen AusstellungsrĂ€ume besaß. Heute werden wechselnde Ausstellungen zu Themen der deutschen und europĂ€ischen Geschichte gezeigt. Im Innenhof des Zeughauses kann man 22 Masken sterbender Krieger von SchlĂŒter betrachten. Des Weiteren befindet sich hier auch ein Programmkino.

Unter den Linden 2. Tel.: 2 15 02-0

S-Bahn: S1, S2 (Unter den Linden)

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