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Unter den Linden

Unter den Linden
8. Juni 2017 uwefreund

Berlin - Unter den Linden

Berlin: Unter den Linden

Das fr├╝here kulturelle Zentrum Berlins bildete die Prachtstra├če Unter den Linden, 1,2 km lang und 60 m breit. Die Stra├če f├╝hrt von der Schlossbr├╝cke zum Pariser Platz mit dem Brandenburger Tor, wo bis zum Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 der Ostteil Berlins endete.

Seit 1573 war sie der kurf├╝rstliche Reitweg vom Schloss zum Tiergarten. 1647 wurde sie im Auftrag des Kurf├╝rsten vom Hofg├Ąrtner Hauff sechsreihig mit 1000 Linden und 1000 Nussb├Ąumen bepflanzt, wodurch sie ihren Namen erhielt. Zwar wurden die B├Ąume elf Jahre sp├Ąter f├╝r den Bau einer Festung wieder abgeholzt, 1673 jedoch wurden wieder neue Linden angepflanzt. Noch heute werden die Linden in dem Lied Solang noch Untern Linden die alten B├Ąume bl├╝hen, kann nichts uns ├╝berwinden besungen. Ihr pr├Ąchtiges Aussehen erhielt die Stra├če erst unter Friedrich I. und Friedrich dem Gro├čen. Architekten wie Karl Friedrich Schinkel oder Carl Gotthard Langhans und Bildhauer wie Christian Daniel Rauch oder Johann Gottfried Schadow pr├Ągten mit ihren Arbeiten den Boulevard. 1695 begann die Entwicklung zur Prachtstra├če mit dem Bau des Zeughauses. 1770 beschloss Friedrich II. dann ihren Weiterausbau. Daf├╝r wurden 44 H├Ąuser abgerissen und durch 33 Adelspalais und B├╝rgerh├Ąuser ersetzt. Der neuere Teil der Stra├če wurde Richtung Brandenburger Tor Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut. Hier lagen viele Botschaften und Konsulate.

Eines der popul├Ąrsten Wahrzeichen Berlins ist das Reiterstandbild Friedrich des Gro├čen. Das gewaltige, fast 13,5 m hohe Denkmal ist ein Werk des Bildhauers Christian Daniel Rauch, der zw├Âlf Jahre daran arbeitete, bis es 1851 feierlich enth├╝llt werden konnte. Auf der R├╝ckseite des realistisch gestalteten Denkmals sind Zeitgenossen Friedrichs II. wie Gotthold Ephraim Lessing und Immanual Kant dargestellt. Den Sockel schm├╝cken ber├╝hmte Heerf├╝hrer des K├Ânigs, wie der Prinz Heinrich von Preu├čen, der Herzog Ferdinand von Braunschweig sowie die Reitergener├Ąle Seydlitz und Zieten. Au├čerdem kann man am Fu├če des Sockels 60 Namen bekannter Pers├Ânlichkeiten lesen.

Obwohl das Reiterstandbild vom Krieg verschont blieb, wurde es 1962 in das Hippodrom nach Potsdam umgesetzt. 1980 erst kehrte es, nur um wenige Meter versetzt, an seinen alten Standort Unter den Linden zur├╝ck.

Im 2. Weltkrieg wurden fast alle Geb├Ąude Unter den Linden schwer besch├Ądigt und konnten nur zum Teil rekonstruiert werden. So stehen zwischen Friedrichstra├če und Pariser Platz viele Neubauten, wie z. B. die Botschaft der ehemaligen Sowjetunion.

Heute und in den kommenden Jahren ist das ganze Gebiet rund um die Stra├če Unter den Linden von starken Baut├Ątigkeiten gepr├Ągt. Zahlreiche alte Bauten, die v├Âllig heruntergekommen waren, werden restauriert und die Dank des Mauerfalls frei gewordenen Fl├Ąchen werden mit neuen Geb├Ąuden bebaut.

Mitte

S-Bahn: S1, S2 (Unter den Linden)

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