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Dahlem-Museen

Dahlem-Museen
8. Juni 2017 uwefreund

Berlin - Dahlem-Museen

Berlin: Dahlem-Museen

Die Dahlem-Museen sind die bedeutendsten Kunstsammlungen Europas mit einzelnen Sammlungen von Weltrang. Erbaut wurde das ├Ąltere Geb├Ąude in den Jahren 1914-21 auf Betreiben von Wilhelm von Bode, dem Generaldirektor der Berliner Museen. Zun├Ąchst diente es jedoch nur als Magazin f├╝r das V├Âllkerkundemuseum. Als jedoch nach 1950 die in Westdeutschland ausgelagerten Kunstwerke nach Berlin zur├╝ckgebracht wurden, fanden sie hier ihre neuen Ausstellungsr├Ąume. In den sechziger Jahren war deshalb eine Erweiterung der Geb├Ąude notwendig.

Seit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten erfolgt nun auch eine mit den Museen auf der Museumsinsel. Diese Neuverteilung der Sammlungen wird erst in einigen Jahren abgeschlossen sein. Deshalb empfielt es sich vor dem Besuch einer bestimmten Abteilung nachzufragen, wo sie sich im Moment befindet.

Gem├Ąldegalerie (in der Arnimallee): Diese umfasst rund 1350 Werke der Europ├Ąischen Malerei vom 13.-18. Jahrhundert. Gezeigt werden rund 700 Werke u. a. von Botticelli, Tizian, D├╝rer, Rubens, Rembrandt und Gainsborough. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Sammlungen von Rubens, Rembrandt (mit 21 Gem├Ąlden eine der bedeutendsten der Welt), Raffael und Tizian sowie franz├Âsische Maler des 18. Jahrhunderts, wie Watteau und Chardin.

Skulpturengalerie (Lansstra├če): Sie verf├╝gt ├╝ber 3500 Objekte, die in vier Abteilungen verteilt sind: Fr├╝hchristlich-Byzantinische Sammlung (vom 3. bis zum 17./18. Jahrhundert), Nordalpine Bildwerke (800-1800), Italienische Sammlung (gotische Marmorskulpturen, Bronzeplastiken der Renaissance und des Barock), Sammlung des 19. Jahrhunderts (u. a. Werke von Gottfried Schadow, Rauch, Begas).

Museum f├╝r Indische Kunst (Lansstra├če): Das j├╝ngste Museum Preu├čischer Kulturbesitz zeigt Skulpturen, Miniaturmalereien und Turfan-Wandbilder – insgesamt rund 15000 Objekte. Es wurde 1963 gegr├╝ndet und entstand durch die ├ťbernahme der Best├Ąnde aus Indien, Hinterindien, Indonesien und Zentralasien vom Museum f├╝r V├Âlkerkunde. Die Turfan-Sammlungen gehen auf Funde zur├╝ck, die vier Expeditionen zwischen 1902-14 in buddhistischen H├Âhlen und Tempeln in Chinesisch-Rukestan ausgruben. Einen weiteren Schwerpunkt des Museums f├╝r Indische Kunst sind die Gandhara-Bildwerke aus dem 1.-5. Jahrhundert.

Museum f├╝r Islamische Kunst (Lansstra├če): Dieses Museum wurde in 1904 von Bode gegr├╝ndet und zeigt Kunst- und Kunsthandwerk der islamischen Welt, parthische, sasanidische und s├╝darabische Kunst. Bis 1990 waren auch dessen Sammlungen auf Ost und West verteilt: die islamische Kleinkunst befand sich in Westberlin, die Architekturfragmente und Grabungsfunde auf der Museumsinsel.

Museum f├╝r Ostasiatische Kunst (Lansstra├če): Es zeigt chinesische, japanische und koreanische Malerei, Holzschnitte, Bronzen, Keramiken, Lackarbeiten und Skulpturen. Vor allem diese Sammlungen waren durch Kriegssch├Ąden und -verluste betroffen – nur etwa 5% des Vorkriegsbestandes blieb erhalten. 1965 konnte das Museum die einmalige Sammlung von 150 Bronzen aus dem Ordosgebiet (5. Jahrhundert v. Chr. bis 3. Jahrhundert n. Chr.) erwerben. 1967 kam die ostasiatische Grafiksammlung der Kunstbibliothek mit etwa 7000 Blatt hinzu.

Museum f├╝r V├Âlkerkunde (Lansstra├če): Dieses Institut besitzt rund 453000 Sammlungseinheiten, 141000 Fotodokumente und 1000 v├Âlkerkundliche Filme. Das Museum entstand 1873, geht jedoch auf das Kunst- und Rarit├Ątenkabinett des Gro├čen Kurf├╝rsten zur├╝ck. Das Museum gliedert sich in die acht Regionalabteilungen S├╝dsee, Amerikanische Arch├Ąologie, Amerikanische Naturv├Âlker, Afrika, Westasien, S├╝dasien, Ostasien und Europa (ohne deutschsprachige Gebiete). Au├čerdem befinden sich hier das Junior-Museum und das Blinden-Museum.

Die Ausstellung des Museums f├╝r Sp├Ątantike und Byzantinische Kunst befindet sich in der Arnimallee.

Museum f├╝r Volkskunde (Im Winkel 6-8): Zu den Dahlem-Museen wird auch dieses Museum gez├Ąhlt, obwohl es sich nicht ├Ârtlich bei den anderen Museen befindet. Es zeigt M├Âbel, Arbeitsger├Ąte und Hausrat sowie Trachten der Volkskultur im deutschsprachigen Raum. 80% der urspr├╝nglich 45000 Objekte gingen im 2. Weltkrieg verloren. 1959 erfolgte mit rund 3600 Objekten ein Neuanfang, der in den Jahren 1970-76 durch ein eigenes Geb├Ąude gekr├Ânt wurde: den Magazintrakt des Geheimen Staatsarchivs Preu├čischer Kulturbesitz. Seit 1992 befinden sich hier auch die Best├Ąnde aus dem Pergamon-Museum.

Arnimallee 23-27 (Eingang der Gem├Ąldegalerie, der Skulpturensammlung, des Museums f├╝r Sp├Ątantike und Byzantinische Kunst), Lansstra├če 8 (Eingang der Museen f├╝r Indische Kunst, Ostasiatische Kunst, Islamische Kunst, V├Âlkerkunde), Im Winkel 6-8 (Museum f├╝r Volkskunde). Tel.: 83 01-1, 8 39 01-01 (Museum f├╝r Volkskunde).

U-Bahn: U1 (Dahlem Dorf)

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