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Palazzo Doria Pamphili

Palazzo Doria Pamphili
8. Juni 2017 uwefreund

Rom - Palazzo Doria Pamphili

Rom: Palazzo Doria Pamphili

Jahrhundertelang wechselten sich als Besitzer des Palazzos Doria Pamphili die mächtigsten Familien Roms ab. Den Kern des Palazzos ließ Fazio Santorio im Jahre 1435 erbauen. Dieser schenkte den Palast dem Herzog von Urbino. Im 16. Jahrhundert ging der Palast in den Besitz der Aldobrandinis über und wurde dem neu erbauten Palazzo Pamphili angegliedert. Zuletzt gelangte der Palazzo in den Besitz der Dorias, denen er auch heute noch gehört.

Der Palazzo Doria Pamphili, mit über 1000 Räumen, fünf Höfen und vier riesigen Treppenhäusern einer der größten römischen Stadtpaläste, wird von der Via del Corso, der Via del Plebiscito, der Via della Gatta und der Piazza del Collegio Romano mit der Via Lata umgeben.

Um 1730 entstand nach Entwürfen von Gabriele Valvassori die lange und reich dekorierte Fassade an der Südseite der Via del Corso. Der weiträumige Innenhof aus dem 16. Jahrhundert im bramantesken Stil wird durch schönen Arkaden umschlossen. Das Innere des Palazzos ist überwältigend. Vergoldeter Stuck schmückt die Decken, die wenigen freien Wände sind mit kostbaren Stoffen bespannt.

Berühmt ist die Gemäldegalerie der Familie Pamphili mit über 400 Werken. Die Exponate sind in erster Linie aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. Dicht gedrängt hängen die Bilder der Galerie nebeneinander und zeigen so, wie im 18. Jahrhundert eine Gemäldesammlung präsentiert wurde: Weniger nach chronologischen oder stilistischen Kriterien, als vielmehr nach Größe der Bilder und nach Themen, wobei auf eine symmetrische Anordnung geachtet wurde.

Herausragende Werke der Galerie Doria-Pamphili sind zwei Bildnisse von Papst Innozenz X., die von Diego Velázquez und Gian Lorenzo Bernini geschaffen wurden. Sie gelten als Höhepunkt der Porträtkunst im 17. Jahrhundert. Vor allem das Gemälde von Velázquez spiegelt die Charakterzüge des Papstes extrem realistisch wider. Berninis Büste dagegen vermittelt den Eindruck, dass er dem Auftraggeber schmeicheln wollte.

Weitere berühmte Stücke der Sammlung sind Gemälde von Annibale Carracci, Tizian, Raffael (Doppelporträt), Bellini, Correggio (Die Tugend), Tintoretto (Bildnis eines Prälaten) sowie von niederländischen und flämischen Meistern, wie Pieter Breughel d. Ä. (Seeschlacht bei Neapel).

Im Palazzo Doria Pamphili kann man neben der Gallerie auch die Privatgemächer und Repräsentationsräume mit Bildern und Skulpturen besichtigen.

Via del Corso. Eingang: Piazza del Collegio Romano, 1/A (Stadtteil: Piazza della Rontonda), Tel.: 6 79 43 65

Bus: 56, 62, 64, 95 (Piazza Venezia)

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