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Paris _ Sehenswürdigkeiten

Rundgang 2

Start: Île de la Cité: Beginnen Sie Ihren Rundgang auf der Ile de la Cité, dem Herzen von Paris. Hier finden Sie bereits viele bekannte Bauwerke, so die Conciergerie, die Sainte-Chapelle und die Kirche Notre Dame.

Notre Dame: Mit dem Roman "Der Glöckner von Notre Dame" von Victor Hugo wurde diese Kathedrale mit einer Fassade mit drei Portalen, den stumpfen Türmen und drei herrlichen Rosettenfenstern weltberühmt. Ihr Ursprung geht ins Jahr 1163 zurück. In der Notre Dame auf der Île de la Cité wurden französische Könige und Königinnen gekrönt, sogar ein Kaiser, der sich allerdings selbst krönte und Napoléon hieß. Empfehlenswert ist außerdem die Besteigung des 70 Meter hohen Turmes von Notre Dame, denn nicht nur der Ausblick auf Paris lohnt, sondern auch die nähere Betrachtung der bekannten Wasserspeier.

Île St. Louis: Die Ile St. Louis, die zweite Seine-Insel, lädt vor allem zum Bummeln und Einkaufen ein.

Bastille: Von der Bastille ("kleine Bastion"), die zwischen 1370 und 1382 unter Karl V. erbaut wurde, ist heute nichts mehr zu sehen. Eine Säule erinnert an den ehemaligen Standort. Kardinal Richelieu machte die Bastille unter Ludwig XII. zum Staatsgefängnis, in dem Menschen allein auf königlichen Befehl gefangen waren. Die Französische Revolution begann am 14. Juli 1789 mit dem Sturm auf die Bastille, und der so verhasste Bau wurde schnell und gründlich abgetragen.

Opéra de la Bastille: Ein Bauwerk, das unter die so genannten "Grands Travaux" unter dem französischen Staatspräsidenten François Mitterand entstand, ist die neue Oper. Am 14.07.1989 wurde die Opéra de la Bastille eröffnet und am 17.03.1990 wurde zum ersten Mal eine Oper darin aufgeführt: "Die Trojaner" von Hector Berlioz. Im Vergleich zur alten ® Opéra Garnier ist diese Oper ein sehr kühler, nüchterner Bau, dessen Fassade aus Glas besteht. Die Glasscheiben sind quadratisch, so dass die Fassade eine Gitterstruktur aufweist. Bei Sonnenschein glänzt der gesamte Bau, als sei er vergoldet.

Maison de Victor Hugo: Victor Hugo bewohnte von 1832-1848 ein Haus an der Place des Vosges, in dem seit 1903 ein Museum ihm zu Ehren eingerichtet wurde. Es beherbergt Möbel, Illustrationen seiner Bücher und rund 400 Zeichnungen von Victor Hugo selbst.

Place des Vosges: Nach dem Vorbild des Place de Vosges wurden weitere Pariser Plätze z. B. die Place Vendôme, Place de la Concorde oder Place Dauphine gestaltet. Viele sehen in ihm auch den schönsten Platz der Stadt. 38 mehr oder minder ähnliche Adelsresidenzen sind im Quadrat um den Place de Vosges errichtet worden. Unter Heinrich IV. wurde der zwischen 1605 und 1612 gebaute Platz noch Place Royale genannt. Durch ihn wurde das Marais-Viertel als Viertel der Aristokratie anerkannt.

Der Platz ist im Renaissance-Stil gestaltet. Er hat in der Vergangenheit viele Turniere, Hochzeiten oder auch Duelle gesehen. In der Mitte steht ein Reiterstandbild Ludwig XIII.

Musée Carnavalet: Seit 1880 beinhaltet das Musée de l’Histoire de Paris geschichtliche Objekte der Stadt Paris. Das weitläufige Museum ist in zwei Palais untergebracht, dem Hôtel Carnavalet und Hôtel le. Die umfassende Sammlung von Gemälden, Plastiken, Fayencen, Möbeln und Gegenständen des täglichen Lebens vermittelt dem Besucher einen hervorragenden Überblick über die Geschichte der Stadt von den Galliern bis zum Sonnenkönig (Hôtel Carnavalet) und von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart (Hôtel le Peletier).

Abstecher: Musée Picasso: Einem Gesetz zur Erbschaftssteuer verdankt der französische Staat eine unvorstellbare Sammlung von Kunstschätzen. Das Gesetz besagt, dass Erbschaftssteuern auch in Form von Kunstwerken beglichen werden können. So gelangten nach dem Tode von Pablo Picasso unzählige Gemälde, Skulpturen, Reliefs, Collagen, Keramiken und Zeichnungen in den Besitz des französischen Staates. Die gezeigten Werke zeigen das ganze Spektrum von Picassos Schaffen. Kein Museum der Welt kann diese Vielfalt aufweisen und gleichzeitig alle Stilperioden vollständig und gleichgewichtig abdecken.

Rue des Rosiers: Eine der malerischsten Gässchen von Paris ist die Rue des Rosiers. Im Maraisviertel ist sie die Hauptstraße des jüdischen Geschehens. Koschere China-Restaurants und Pizza-Bäcker, koschere Metzgereien und Bäckereien, in denen sie Köstlichkeiten wie Mohnschnitten oder Apfelstrudel finden.

Hôtel de Ville: Das Hôtel de Ville ist das Pariser Rathaus, in dem seit 1977 auch wieder ein Bürgermeister regiert, denn Paris war zeitweise "ohne".

Im Mittelalter fanden auf dem Platz vor dem Hôtel de Ville öffentliche Kundgebungen, Urteilsvollstreckungen und Volksfeste statt. Der Bau selbst stammte aus dem 14. Jahrhundert, Franz I. ließ 1533 das erste Rathaus erbauen. Das Gebäude wurde später erweitert, man versuchte aber, dem Stil der Renaissance treu zu bleiben.

Als 1871 der Aufstand der Pariser Commune niedergeschlagen wurde, ging das Rathaus in Flammen auf und brannte nieder. Man baute an der selben Stelle wieder ein Rathaus im Neo-Renaissance-Stil. Die Fassade wird von etwa 150 Statuen berühmter Personen geschmückt.

Centre Pompidou: Das Centre National d’Art et de Culture Georges Pompidou wurde im Jahre 1977 eröffnet und zieht jährlich einige Millionen Besucher aus aller Welt an.

Das Centre Pompidou hat seit seiner Fertigstellung nicht nur Befürworter, sondern auch eine Menge Gegner. In fünf Jahren Bauzeit wurde für beinahe eine Milliarde Francs ein sehr gewagtes und sicher nicht konservatives Bauwerk errichtet. Alle Installationskanäle sind blau gestrichen und an der Außenseite des Gebäudes angebracht.

An der Hauptfassade befindet sich eine Rolltreppe, die einer Raupe aus Glas gleicht und außen am Bauwerk nach oben führt. So haben Sie Stockwerk für Stockwerk einen immer weiteren Blick über Paris.

Fontaine Stravinsky: Die Fontaine Stravinsky ist einer der ungewöhnlichsten Brunnen von ganz Paris. Für die moderne Gestaltung des Brunnens waren Jean Tinguely und Niki de Saint-Phalle zuständig. Riesengroße Münder, Herzen, Wasserspeier, exotische Vögel oder auch ein Totenkopf bewegen sich auf dem Wasserbecken. Alle Figuren sind in leuchtenden Farben angemalt und "singen" dem russischen Komponisten Igor Stravinsky ein Loblied.

Fontaine des Innocents: Die Fontaine des Innocents steht heute wieder an ihrem ursprünglichen Ort, dem Square des Innocents. Die Namen stammen von der "Kirche der unschuldigen Kinder" und dem Friedhof, die hier bis 1786 gelegen waren. Ein Logenanbau von 1549, den Pierre Lescot entwarf, blieb erhalten. Im 18. Jahrhundert wurde der Brunnen zu einer Art Tempel. Die Skulpturen stammen von Jean Goujon und sind heute im Louvre zu besichtigen. Im 19. Jahrhundert bekam der Brunnen sein heutiges Aussehen.

Les Halles (Hinweis auf Musée de l’Holographie und Musée Grévin): Anfang des 12. Jahrhunderts war das Hallenviertel ein Marktzentrum, der so genannte "Bauch von Paris". Émile Zola hat ihn in seinem gleichnamigen Roman "Le Ventre de Paris" beschrieben. Im 19. Jahrhundert wurden an dieser Stelle einige gusseiserne Hallen errichtet, in denen man alles kaufen konnte, was das Land zu bieten hatte.

1969 wurden diese Großmarkthallen nach Rungis, einer Stadt im Süden in der Nähe von Orly ausgelagert. Dann klaffte dort lange Zeit Le Trou de Paris, "das Loch von Paris": eine Riesenbaustelle.

Heute hat man das Hallenviertel stark erneuert. Ein riesiger Komplex befindet sich jetzt an der Stelle des ehemaligen Großmarktes. Er ist nicht nur ein großes Einkaufszentrum, im Forum des Halles haben sich auch mehrere Kinos, Theater, Restaurants, Cafés, das Centre Océanique Cousteau, wie auch das Pariser Wachsfigurenkabinett (Musée Grévin) und das Musée Français de l’Holographie angesiedelt.

Unter dem Forum des Halles ist einer der größten Verkehrsknotenpunkte von ganz Paris. Zahlreiche Métro- und RER-Linien treffen hier zusammen.

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