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Paris _
Straßen + PlätzePlace Vendôme
1685 kauft Louvois im Auftrag des Königs das Hôtel de Vendôme und den Couvent des Capucines, die an die Nordseite der Rue Saint-Honoré anschließen. Jules Hardouin-Mansart zeichnet mit Germain Boffrand den ersten Plan, auf dem sich die rechteckige Place Vendôme noch komplett nach Süden zur Rue Saint-Honoré öffnet. 1686 bis 1701 werden die Fassaden gebaut. Ursprünglich sollten diese Gebäude für die königlichen Akademien, die königliche Bibliothek und für die ausländischen Gäste zur Verfügung stehen, aber 1699 verkauft der König das Grundstück an die Stadt. Der Platz, der zwischenzeitlich auch Place des Conquêtes hieß, trägt jetzt den Namen Place Louis-le-Grand. Hardouin-Mansarts bereits fertiggestellten Fassaden werden 20 m nach vorne versetzt, damit die hinter den Fassaden liegenden Grundstücke für Stadthäuser vergrößert werden. Damit ist der Platz bis auf die nordsüdliche verlaufende Straße geschlossen und hat seine jetzige quadratische Form. Auch viele der weiteren Baumaßnahmen in der Folge sind daraufhin ausgerichtet, den Verkaufsgewinn und Ertrag zu maximieren. So wurden zum Beispiel die ursprünglich geplanten Arkadengänge durch eine Rundbogenarkatur ersetzt. 1814 schmilzt man die Napoléon-Statue ein, um aus dem Material ein Reiterstandbild Heinrichs IV. auf der Pont Neuf zu errichten. Die Säule wird 1871 während der Pariser Commune umgestürzt, 1873 wieder aufgestellt mit einer 1833 hergestellten Nachbildung der Statue Napoléons I. auf der Spitze. Die Colonne de Vendôme ist mit einem Bronze-Relief geschmückt, das die Siege der französischen Armee darstellt. In ihrem Inneren ist eine steile Wendeltreppe, die heute der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Rund um den Platz haben sich weltbekannte Juweliere (Cartier, Van Cleef et Arpel, Boucheron) niedergelassen. Auch das berühmte Ritz, in dem früher Größen wie Gertrude Stein und Scott Fitzgerald wie auch Ernest Hemingway ein- und ausgingen, hat seinen Sitz an der Place Vendôme. Métro: Madeleine, Tuileries, Concorde |
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