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Place de la Bastille

Von der Bastille (kleine Bastion), die zwischen 1370 und 1382 unter Karl V. erbaut wurde, ist heute nichts mehr zu sehen. Die Juli-Säule, "Colonne de Juillet", steht an den ehemaligen Standort.

Kardinal Richelieu machte die Bastille unter Ludwig XII. zum Staatsgefängnis, in dem Menschen allein auf königlichen Befehl gefangen waren. Es brauchte nicht einmal ein Gerichtsurteil dazu, die lettre de cachet genügte.

Die Französische Revolution begann am 14. Juli 1789 mit dem Sturm auf die Bastille, und der so verhasste Bau wurde schnell und gründlich abgetragen. Heute findet man nicht einmal mehr kleine Überreste auf dem Place de la Bastille, obwohl unter dem heute sehr verkehrsreichen Platz Hunderte von französischen Bürgern begraben liegen.
Ein Großteil des Steinmaterials wurde allerdings für den Aufbau der Brücke Pont-de-la-Concorde verwendet.

Inmitten des Platzes ragt eine Säule hoch auf, die Colonne de Juillet (Julisäule). Sie wurde 1840 zum Gedenken an die Opfer der Revolution 1830 errichtet.

Neues Wahrzeichen an der Bastille ist die Opéra de la Bastille, die Volksoper. Mit ihr begann auch für das ganze Bastilleviertel eine neue Zeit. Es ist kaum zehn Jahre her, da wohnten hier vor allem Arbeiter und Handwerker. Nach und nach kamen die Künstler, dann Galerien und daraufhin die ersten In-Lokale und Kneipen.

Auch heute noch ist das Bastilleviertel ein eigentümliches Gemisch aus allen Schichten, aber gerade dieses Flair hat es zu einem der In-Viertel von Paris gemacht. Es ist bekannt für seine Kneipen und Bars, und die Rue de Lappe kennt der Pariser schon seit den 30iger Jahren, denn bereits damals traten im Balajo Berühmtheiten wie Edith Piaf auf und verhalfen diesem auch heute noch empfehlenswerten Nachtklub zu großem Ansehen.

Östliches Zentrum
Métro: Bastille

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