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Metropolitan Museum of Art

Nach dem Britischen Museum in London und der Eremitage in St. Petersburg ist das Metropolitan Museum of Art das drittgrößte der Welt.

Entstanden ist das Museum 1870 als eine private Initiative einiger New Yorker Künstler und Philanthropen. Der erste Sitz des Metropolitan Museum war West 14th Street, anschließend zog es in ein Haus an der Lower Fifth Avenue. 1880 schließlich errichtete Calvert Vaux einen roten Backsteinbau. In den Jahren 1879-98 wurde der Hauptbau an der Fifth Avenue erbaut. Weitere Anbauten folgten in den Jahren nach 1965.

Trotz aller Erweiterungen kann das Museum heute nur einen Viertel seiner rund 3,3 Mio Exponate ausstellen. Da sich die Sammlungen stetig durch Schenkungen erweitern, müssen viele berühmte Kunstwerke in den Archiven verbleiben.

Es ist unmöglich, alle 100000 ständig ausgestellten Objekte bei einem Besuch zu sehen. Deshalb sollte man sich zuvor eine Abteilung aussuchen, die am meisten interessiert. Nachfolgend eine winzige Auswahl an besonders hervorzuhebenden Kunstwerken:

Ägyptische Kunst: Diese Sammlung ist eine der bedeutendsten der Welt und umfasst Stücke aus prähistorischer Zeit bis ins 8. Jahrhundert n. Chr. Sie entstand durch eigene Expeditionen des Museums sowie durch den Aufkauf von Privatsammlungen. Der Tempel von Dendur, der beim Bau des Assuan-Staudamms abgetragen wurde, ist ein Geschenk Ägyptens. Er erhielt einen eigenen Anbau, um ihn originalgetreu wieder aufbauen zu können. Er wird ständig von Original-Nil-Wasser umflossen.

Griechische und Römische Kunst: Der Grundstein aller Exponate des Metropolitan Museum war ein römischer Sarkophag. Dieser hat heute einen Ehrenplatz in dieser Sammlung, deren Exponate bis zum 3. Jahrhundert v. Chr. zurückreichen. Unzählige Skulpturen, Reliefs, Keramiken, Glas- und Silberobjekte sowie Hunderte von griechischen Vasen sind in dieser Abteilung zu bewundern.

Mittelalterliche Kunst: Diese Sammlung erstreckt sich über fünf Galerien und beherbergt Kunstwerke vom 4. bis um 16. Jahrhundert. Ein Großteil der sakralen Kunstwerke wurde aus Platzgründen nach The Cloisters ausgelagert. Im Metropolitan Museum kann man Marmorreliefs, Gold- und Silberarbeiten, Skulpturen, Glasmalereien, Altäre, Gobelins, einige sakrale Objekte, Schmuck u. v. m. sehen.

Waffen und Rüstungen: Hier ist die größte Sammlung dieser Art der USA zu finden. Den Mittelpunkt bildet der Rittersaal, in dem gewappnete Ritter zu Pferde und Rüstungen aus verschiedenen europäischen Ländern zu sehen sind. In den Nebenräumen werden Rüstungsteile, Schlag-, Stich- und Schusswaffen gezeigt.

Amerikanische Kunst: Diese Sammlung birgt einige der bedeutendsten Werke amerikanischer Malerei, Plastik und dekorativer Kunst. Zu den Highlights zählen sicherlich Gilbert Stuarts erstes Porträt von George Washington oder Bilder von Edward Hopper.

Europäische Malerei: Es gibt sicherlich keinen wichtigen europäischen Maler, der hier nicht vertreten ist. Die Namen alle aufzulisten, liese sich wie das Who-is-Who der Malerei. In insgesamt 34 Galerien sind Gemälde vom 14. bis 18. Jahrhundert in chronologischer Anordnung zu sehen.

Lehman Collection: 1971 schenkte der Bankier Robert Lehman seine Privatsammlung. Zur Zeit ihrer Schätzung wurden bereits 100 Mio veranschlagt. Hierfür musste sich das Museum allerdings verpflichten, ein eigenes Gebäude zu erbauen, in dem die Sammlung ein einem privaten Ambiente ausgestellt werden sollte. 300 Gemälde, mehr als 1000 Handzeichnungen und viele andere Objekte gehören zu dieser Sammlung.

Telefon: 535-7710
Öffnungszeiten: Di.-Do., So. 9.30-17.15, Fr. und Sa. 9.30-20.45
U-Bahn: 4-6 (86th Street)

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