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New York _
Stadtinformationen New Yorks bewegte Geschichte
Ab 1626 ließen sich immer mehr niederländische Auswanderer in Manhattan nieder und nannten die so entstandene Siedlung "Nieuw Amsterdam". Unter den ersten Einwanderern befand sich auch Peter Minuit (oder Minnewit). Dieser machte 1626 ein für das Land schicksalhaftes Geschäft: Er tauschte gegen ein paar Glasperlen, Messer und Beile (im Wert von rund 60 Gulden) die gesamte Insel Manhattan ein.
Stuyvesant duldete keine politische Opposition und ließ zunächst nur Protestanten ins Land. Erst unter dem Druck der Westindischen Gesellschaft, zu deren Aktionären auch reiche Amsterdamer Juden gehörten, war er bereit, Juden aufzunehmen. Die Einwohnerzahl stieg in dieser Zeit auf 1500 Menschen. Stuyvesant konnte zwar in der Stadt eine gewissen Ordnung einführen, jedoch konnte er nicht verhindern, dass 1664 die Briten die niederländische Kolonie übernahmen. Stuyvesant wollte die Briten mit Waffen empfangen, die Bewohner jedoch waren froh, ihn loszuwerden, und ergaben sich kampflos. Die Stadt bekam einen neuen Namen: "New York" (nach dem Herzog von York, dem Bruder des Königs).
Noch mehr Probleme bereiteten den Briten jedoch die Autonomiebestrebungen ihrer Untertanen in der Neuen Welt. So versuchten sie durch hohe Zölle den Handel zu kontrollieren, was jedoch immer wieder durch Piraten und Schmuggler vereitelt wurde. Hinzu kam ein Problem, dem sich auch heute Politiker ausgesetzt fühlen: die Presse. 1733 gründete der aus Deutschland eingewanderte Johann Peter Zenger das "New York Weekly Journal". Aufgrund seiner Kritik am Gouverneur musste er 10 Monate in den Kerker, wurde jedoch 1735 in einem Aufsehen erregenden Prozess freigesprochen. Dieser Entscheid gilt als Meilenstein in der Geschichte der Pressefreiheit. New York und der Unabhängigkeitskrieg
Ein Jahr später begann schließlich in Lexington, Massachusetts, der amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Als die Unabhängigkeitserklärung in New York verlesen wurde, zog der Mob den Broadway hinunter und stieß die Statue von König George III. in Bowling Green vom Sockel. Z 1785 kam George Washington erneut nach New York, doch dieses Mal um die erlangte Freiheit zu feiern. Und vier Jahre später (1789) leistete er in der Federal Hall seinen Amtseid als erster Präsident der USA. 1790 verlor New York seine Rolle als Hauptstadt an Philadelphia. Langsam begann die Stadt, sich zur Wirtschaftsmetropole der USA zu entwickeln. Entscheidend war hierfür die Gründung der Börse im Jahre 1792. New York im 19. Jahrhundert
Nachdem die Besiedlung nördlich der City Hall eingesetzt hatte, beauftragten die Stadtverordneten eine Kommission mit der städtebaulichen Planung für New York. 1811 legt John Randal einen städtebaulichen Entwurf vor, der Manhattan in ein Rechteck-Raster aus 30 m breiten Avenues in Nord-Süd-Richtung und 18 m breiten, durchnummerierten Querstraßen einteilte. Randal sah bereits eine Bebauung bis zur 155th Street vor - diese wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts realisiert.
1898 wurden die noch heute existierenden Stadtteilen Manhattan, Brooklyn, Queens, Bronx und Staten Island zu "Greater New York" zusammengefasst. Mit ihren 7,3 Mio Einwohnern ist die Stadt die drittgrößte der Welt. Einschneidend für New York war aber auch ein anderes Ereignis: der Amerikanische Bürgerkrieg (1861-1865). Die Stadt stellte für den Krieg mehr als 80000 Freiwillige und beträchtliche Geldmittel zur Verfügung. 1863 wurde die allgemeine Wehrpflicht eingeführt, um genügend Soldaten für den Krieg zu haben. Reiche Männer konnten sich jedoch mit 300 Dollar hiervon freikaufen, was in New York zu schweren Unruhen führte. Das 19. Jahrhundert war für New York vor allem wirtschaftlich entscheidend. Männer wie Vanderbilt, Rockefeller und Astor wurden durch Handelsgeschäfte und Spekulationen immens reich. Das Bankengeschäft entwickelte sich zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor. Einen weiteren Meilenstein für den wirtschaftlichen Erfolg New Yorks war 1825 die Eröffnung des Erie-Kanals. Hierdurch erhielt New York eine direkte Seeverbindung nach Chicago.
New York zwischen den WeltkriegenUm 1900 war New York das Industriezentrum Amerikas. Über 70 % aller Firmen hatten in der Stadt ihren Firmensitz, zwei Drittel aller Importwaren gelangten über den New Yorker Hafen in die USA. Die Reichen wurden immer reicher, die Armen wurden dagegen immer ärmer. Die Lebens- und Arbeitsumstände waren unerträglich. Erst nachdem am 25. März 1911 in einer Bekleidungsfirma ein Brand ausbrach und dabei 146 Arbeiterinnen ums Leben kamen, begann man mit Reformen. Der 1. Weltkrieg hinterließ in New York kaum Spuren. Zwei Divisionen hatte die Stadt nach Europa entsandt, die bei ihrer Rückkehr kaum eine Veränderung vorfanden. Jedoch brachte das Ende des Krieges einen waren Wirtschaftsboom für New York, und wie überall standen die 20er Jahre in New York im Zeichen der Lebensfreude. Diese wurde am 29. Oktober 1929 jäh unterbrochen: am "Schwarzen Freitag" kam es zum Börsenkrach. Tausende von Menschen verloren ihr Geld, ihre Arbeit und ihre Wohnungen. In den folgenden zehn Jahren mussten ein Drittel der Industriebetriebe schließen und das Lohnniveau sank um die Hälfte. Hinzu kam noch ein weiteres "Übel": die Prohibition. 13 Jahre lang durfte offiziell kein Alkohol verkauft oder in Lokalen ausgeschänkt werden.
1934 bekam New York einen neuen Bürgermeister, der sich als Retter in der Not für die wirtschaftlich stark gebeutelte Stadt erwies: Fiorello LaGuardia. Er startete Hilfs- und Bauprogramme, legte Parks an und förderte die Künste. Bis 1945 führte LaGuardia New York wieder an die Spitze des wirtschaftlichen Erfolgs. Als die USA 1941 in den 2. Weltkrieg eintrat, leisteten auch die New Yorker ihren Kriegsbeitrag. Man verhaftete Deutsche als Spione und sperrte japanische Familien auf Ellis Island in ein Gefängnis. Das heutige New York
Auch politisch ging es bergauf und -ab. 1947 wurde William O'Dwyers Bürgermeister. Er hatte gute Kontakte zur Unterwelt, und Glücksspiel, Prostitution und Erpressung waren an der Tagesordnung. Zwar verheilten diese Wunden unter dem neuen Bürgermeister Robert Wagner wieder, jedoch zeichnete sich nun ein sozialer Wandel an, der die folgenden Jahre beherrschte. Ende der 40er Jahre schwappte eine Einwanderungswelle von Puertoricanern über New York, und die schwarze Bevölkerungszahl nahm enorm zu. Rassenunruhen waren die Folge und die Bürgerrechtsbewegungen versuchten, die Rechte der Farbigen einzufordern.
So zeigt sich New York auch heute noch von mehreren Seiten. Zum einen gibt es die Erfolgreichen, zum anderen findet man überall Zeichen der Armut: Obdachlose an den Straßenecken, Aidskranke und Drogenabhängige.
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