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München _
Sehenswürdigkeiten
Schloss Neuschwanstein
Zunächst entstand der Torbau (bis 1873), dann das Hauptgebäude mit den Wohnräumen des Königs und den großen Sälen. Die Inneneinrichtung wurde erst 1886 fertiggestellt. Jeder Raum in Schloss Neuschwanstein ist einer mittelalterlichen Sage gewidmet. Wie im Schloss Hohenschwangau wurden auch hier farbenprächtige Wandgemälde geschaffen, die jedoch der Zeit entsprechend sehr pathetisch und vordergründig sind. Das Interesse von König Ludwig II. galt insbesondere zwei Sälen, dem Sängersaal und dem Thronsaal. Das Vorbild des Sängersaals war die Wartburg in Thüringen. Die Wandgemälde im Saal und im Tribünengang sind der Parzifal-Sage nachempfunden. Die gebrochene Kassettendecke aus Fichtenholz verleiht dem Raum eine gute Akustik. Jedoch wurde der Sängersaal zu Lebzeiten Ludwigs nie benutzt. Erst 1933, zum 50. Todestag Richard Wagners, fand hier ein Konzert statt, weitere folgten bis 1939. Der Thronsaal wurde im byzantinischen Stil gebaut. Eine Besonderheit ist der Mosaikfußboden des 15 m hohen und 20 m langen Saales. Mit 2 Mio. Steinchen wird das Leben der Tiere und Pflanzen auf dem Erdenkreis symbolisiert. Die Galerie wird von Säulen aus imitierten Porphyr getragen, die Säulen auf der Galerie bestehen aus Stuck-Lapislazuli. Der Thronsaal wird von einem Lüster in der Form der byzantinischen Kaiserkrone (18 Zentner schwer!) beleuchtet. Stufen aus Carrara-Marmor führen zur Apsis, auf der eigentlich ein Thron stehen sollte. Da der Saal bis zum frühen Tod des Königs nicht fertiggestellt war und alle bis dahin nicht begonnenen Arbeiten nicht ausgeführt wurden, blieb die Apsis leer. Mit mehr als 1 Mio. Besucher jährlich gehört Schloss Neuschwanstein zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland. Schloss Neuschwanstein, Schwangau. Öffnungszeiten: April bis September: täglich von 9.00-17.30, Oktober-März: täglich von 10.00-16.00. |
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