Das Prinzregententheater wurde in den Jahren 1900-1901 in München als
Richard-Wagner-Festspielhaus errichtet. Cosima Wagner befürchtete deshalb eine erhebliche
Konkurrenz für Bayreuth, da das Innere des Prinzregententheaters sich stark an sein
Vorbild, dem Festspielhaus in Bayreuth, hielt. Das Theater faßt rund 1.200 Besucher und
steigt in der Art eines Amphittheaters steil nach oben an. Die Wände und die Säulen
wurden mit sogenannter Groteskmalerei verziert, d. h. in Laub- und Rankwerk arbeitete man
Masken, Köpfe und allegorische Figuren ein. Das Äußere des Prinzregententheaters, das
von dem Architekten Max Littmann geplant wurde, zeigt Stilelemente des Jugendstil und des
Klassizismus.
Im 2. Weltkrieg wurde das Nationaltheater völlig zerstört, weshalb die Bayerische
Staatsoper bis zum Wiederaufbau des Gebäudes im Prinzregententheater beheimatet war. Seit
Ende der achziger Jahre wurde das Prinzregententheater renoviert und zunächst vom
Ensemble des Residenztheaters genutzt, während das Residenztheater umfangreich umgebaut
wurde. Jetzt finden in beiden Häuser Aufführungen statt.