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Olympiapark

Als Platz für die XX. Olympischen Spiele wählte die Stadt München das 3 km² große Oberwiesenfeld. Hier exerzierte Jahrhunderte lang das bayerische Militär, hier landete 1909 der erste Zeppelin, und hier wurde 1925 der erste Münchner Flughafen angelegt. Die Pläne für den Olympiapark mit seinen zahlreichen Sportstätten stammen von den Architekten Günther Behnisch und Günther Grzimek.

Weltberühmt ist das Olympiastadion, die Heimat des Fußballklubs FC Bayern München. Im weiten Oval des Stadions finden 69.000 Besucher Platz. Für die originelle Dachkonstruktion, die 54 Prozent des Stadions überdacht, sorgte der Architekt Otto Frei. Die Rasenfläche kann im Winter durch ein 19 km langes Röhrensystem beheizt werden.

Nicht nur das Olympiastadion besitzt das berühmte Zeltdach. Insgesamt wurden 75.000 qm Netzdach aus Acrylglasplatten über das Olympiastadion, die Olympiahalle und die Olympia-Schwimmhalle verlegt. 1.700 Kilometer Stahlseile verbinden die Konstruktion, deren Platten mit 137.000 drehbaren Knotenpunkten verknüpft sind. Die ganze Dachkonstruktion wird von 58 Masten getragen.

Sehenswert ist auch die Olympiahalle, eine echte Mehrzweckhalle. Hier finden die berühmten 6-Tage-Rennen, zahlreiche Popkonzerte und Kongresse statt. Die Tribüne der Olympiahalle fasst 8.900 Besucher und die Arena mit Bestuhlung 2.200 weitere. In der Halle ist darüber hinaus ein Restaurant mit sechs Kegelbahnen untergebracht.

Auf dem Gelände befinden sich noch weitere Sportstätten, wie das Olympia-Radstation (5.100 Zuschauer), das Eissportstadion (7.200 Zuschauer) und die Olympiaschwimmhalle (13.000 qm Liegefläche).

Direkt an der U-Bahn-Station Olympiazentrum liegt das Olympische Dorf. Den größeren Teil nehmen die ehemaligen Männerunterkünfte ein, die heute als Eigentumswohnungen genutzt werden. In den Flachbauten wohnten während der Olympischen Spiele die Sportlerinnen. Heute leben hier rund 1.800 Studenten.

Der Olympiapark wird von den Münchnern als Freizeit- und Erholungsgelände genutzt. Auf dem 50 m hohen Olympiaberg, der ausschließlich aus Schutt des im 2. Weltkrieg zerstörten Münchens besteht, hat man einen guten Blick über die Stadt. Darunter befindet sich der Olympiasee. In diesem ist Baden verboten - jedoch finden davor jeden Sommer kostenlose Konzerte statt.

nordwestlich vom Stadtzentrum, Stadtteil: Neuhausen/Nymphenburg. Öffnungszeiten: Olympiastadion: April bis Oktober täglich von 8:30 - 18:00, November bis März täglich von 9:00 - 16:30. Telefon (0 89) 30 67-24 14, Internet: http://www.olympiapark-muenchen.de
U-Bahn: U3 (Olympiazentrum)

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