München besitzt offiziell erst seit 1826 eine eigene Universität. Gegründet wurde
sie allerdings bereits 1472 in Ingolstadt und gelangte über Landshut schließlich nach
München.
Das Universitätsgebäude wurde zwischen 1835 und 1840 von Friedrich von Gärtner im
romanisch-klassizistischen Stil gebaut. Der Schalenbrunnen vor der Universität stammt
ebenfalls von Gärtner und war dem Brunnen auf dem Petersplatz in Rom nachempfunden. Vor
einigen Jahren hat man die Große Aula völlig erneuert, die zu den schönsten
Räumlichkeiten der Universität zählt. Sie entstand urspünglich 1909 nach Plänen des
Architekten German Bestelmeyer und ersetzte den kleineren Bau von Gärtner. Hervorzuheben
sind das Mosaik des Sonnengottes Helios und Medaillons, die der Künstler Wilhelm Koeppen
entworfen hat.
Berühmt wurde die Ludwig-Maximilians-Universität nicht nur durch ihre Dozenten, wie dem
Mediziner Sauerbruch, dem Philosophen Schelling und dem Soziologen Max Weber. Zu den
Studenten gehörten die Geschwister Scholl, die mit ihrer Flugblattaktion im Lichthof der
Universität zum Symbol für den Widerstand gegen die Nationalsozialisten geworden sind.
Nach ihnen hat man den Platz vor der Universität benannt.