Um den Bau des Klosters Wessobrunn rangt sich eine Legende: Herzog Tassilo III.
träumte von einer Quelle mit vier Abflüssen. Dort stand eine Himmelsleiter, auf der die
Engel in den Himmel stiegen. Sein Jäger Wezzo fand die Quelle, woraufhin man an dieser
Stelle ein Kloster baute, mit dem Namen Wezzo-Brunn.
Vom Kloster Wessobrunn kann man heute nicht mehr sehr viel sehen. Im Laufe der
Jahrhunderte wurde es immer wieder zerstört und wiederaufgebaut. Seine letzten
Verwüstungen erlebte es 1803 durch die Säkularisation. Übrig blieb nur ein
freistehender Glockenturm aus dem 13. Jahrhundert, der den Namen Grauer Herzog
trägt, und einige Teile der barocken Klosteranlage, die Johann Schmuzer 1673 erbaute.
Verloren gingen leider große Teile der berühmten Wessobrunner Stukkaturen. Reste kann
man noch in den Gängen der erhaltenen Gebäudeteile sehen. Jedoch zeigen Stukkaturen in
mehr als 3000 Bauten in ganz Europa (u. a. in der Wallfahrtskirche Wies) die Kunst der
Wessobrunner Stukkaturschule.