Im Jahre 762 wurde an der Stelle des heutigen Klosters Schäftlarn ein
Benediktinerkloster gegründet, jedoch im 10. Jahrhundert wieder aufgelöst. 1140 wandelte
man es zum Kloster der Prämonstraten um. 1803 säkularisiert, kaufte König Ludwig I. es
1865 und wandelte es wieder in ein Benediktinerkloster um.
Errichtet wurde das weiträumige Kloster Schäftlarn in den Jahren 1702-1707 vom Münchner
Hofbaumeister Antonio Viscardi. Berühmt ist vor allem die Klosterkirche, mit deren Bau
François Cuvilliés 1733 begann. Sie gilt als eine der schönsten Kirchen Bayerns. Die
Fresken und den Stuck schuf der Meister des Barocks, Johann Baptist Zimmermann. Das ganze
Kircheninnere ist in Weiß und Gold gehalten, die Wirkung wird noch zusätzlich durch die
farblich zurückhaltenden Fresken und durch die schlichten Altäre betont. Für die Kanzel
zeichnete sich ein anderer Meister seines Fachs verantwortlich, Johann Baptist Straub.
Das Kloster wird in den Sommermonaten (von Mai bis Oktober) für klassische Konzerte
genutzt.
Schäftlarn
S-Bahn: S7 (Hohenschäftlarn), dann Bus 961 (Kloster Schäftlarn)