Die Heiliggeistkirche ist eine der ältesten Kirchen Münchens. Bereits 1207 stand an
der gleichen Stelle eine romanische Kirche, die allerdings 1367 völlig abbrannte. Bereits
Ende des 14. Jahrhunderts wurde die Kirche wiederaufgebaut, der Zeit entsprechend im
gotischen Stil. 1727 wurde die Heiliggeistkirche nach den Plänen von Giovanni Viscardi in
eine Barockkirche umgestaltet. Die Innenausstattung der Kirche oblag den Brüdern Asam:
Egid Quirin Asam entwarf den barocken Stuck, Cosmas Damian Asam malte die Fresken, die die
Geschichte des 1250 entstandenen Spitals (die Heiliggeistkirche ist die Kirche des
Spitals) zeigten. Nachdem 1885 das benachbarte Spital abgerissen wurde, erweiterte man die
Kirche um ein Drittel und errichtete eine neue Eingangsfassade im Neobarock. In der Kirche befinden sich die Bronzegrabmäler Herzog Ferdinands von Bayern und seiner
Gemahlin. Bemerkenswert sind auch die beiden Rokokoengel links und rechts neben dem
Hochaltar.
Die Heiliggeistkirche ist ein typisches Beispiel dafür, wie ein Gebäude im Laufe seiner
Geschichte immer wieder umgebaut wurde. So findet man in und am Gebäude die
Stilrichtungen Gotik, Barock und Rokoko.
Tal 77, Stadtteil: Altstadt/Lehel
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