Während des Spanischen Erbfolgekrieges, bei dem sich Bayern auf französische Seite
gestellt hatte, prophezeite die Tochter eines kleinen Hofbeamten, Anna Maria Lindmayr, ein
göttliches Strafgericht, wenn München nicht eine Kirche zu Ehren der Dreifaltigkeit
bauen würde. Und so kam es: München wurde von den Österreichern besetzt, weshalb man
schließlich 1711 den Grundstein für die versprochene Kirche legte.
Die bis 1718
fertiggestellte Dreifaltigkeitskirche zählt zu den Meisterwerken der Gebrüder Asam. Den
Innenraum gestaltete Cosmas Damian Asam, der hier das erste barocke Gewölbegemälde in
München schuf. Gebaut wurde die Kirche nach Plänen des Archtitekten Giovanni Antonio
Viscardi von den Baumeistern Johann Ettenhofer und Enrico Zuccalli. Bei diesem gelungenen
Beispiel des aufkommenden bayerischen Barock durchdringen sich Zentral- und Längsbau
gegenseitig.