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Bayerisches Nationalmuseum

Bayerisches Nationalmuseum
8. Juni 2017 uwefreund

München - Bayerisches Nationalmuseum

München: Bayerisches Nationalmuseum

Das Bayerische Nationalmuseum gehört zu den bedeutendsten Museen für europäische Skulptur und Kunstgewerbe in Deutschland. Insbesondere die Sammlung altdeutscher Plastiken und die umfangreiche Sammlung von Wandteppichen hat zu diesem Ruf geführt. Bedeutende Bestände an Bronzeplastiken, Uhren, Keramik und Glas unterstreichen die herausragende Stellung des Museums.

Das Bayerische Nationalmuseum geht auf König Maximilian II. zurück, der mit einer Sammlung zur Geschichte des Hauses Wittelsbach der Herrscherfamilie ein Denkmal setzen wollte. Er änderte jedoch seine Meinung und erweiterte seine Planung um alles “Denkwürdige rund um das Volk der Bayern”. Mit dem Aufbau der Sammlung wurde Karl Maria Freiherr von Aretin beauftragt, und das erste Gebäude 1859 an der Maximilianstraße gebaut. Bereits 30 Jahre später war es schon zu klein (heute beherbergt es das Völkerkundemuseum), und Prinzregent Luitpold ließ in den Jahren 1893-1900 von Gabriel von Seidl ein neues bauen. Dem damaligen Baukonzept von Museen entsprechend, enstand ein Gebäude, das aufgrund seiner vielen Baustile eine Einheit zwischen Ausstellungsbau und Exponaten herstellen sollte. So wurde der Eingangsbau im Frühbarock, der Ostflügel im romanischen Stil und der Westflügel im Stile der Renaissance gebaut.

Jedes Stockwerk dient einer anderen Sammlung: Im Untergeschoß befindet sich eine weit bekannte Krippensammlung mit mehr als 6.000 Figuren aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Des weiteren findet man hier Exponate, die einen Einblick in das bäuerliche Leben früherer Zeiten gewährt. Zu sehen sind Geschirr, Glas, Möbel, Masken, Trachten usw. sowie eine Sammlung religiöser Volkskunst.

In den 47 Räumen des Erdgeschosses werden die chronologisch geordneten Sammlungen zur Kunst- und Kulturgeschichte des bayerischen Raumes gezeigt. Man beginnt im Wessobrunner Saal mit religiösen Geräten und Skulpturen des 12. und 13. Jahrhunderts, geht durch den Saal der Rosenstrauch-Madonna, folgt den Spuren Riemenschneiders und betrachtet anschließend die Arbeiten der Künstler Ignaz Günther, Egid Quirin Asam und Johann Baptist Straub. Dann kann man noch den Waffensaal mit seinen Prunkrüstungen, Helmen und Harnischen besuchen.

Im 1. Stockwerk befinden sich Sammlungen mit Weltruf. Dies gilt insbesondere für die Porzellansammlung mit Stücken aus Meißen, Nymphenburg, Ansbach u. a., für die Sammlungen der Renaissance-Plaketten und der barocken Ölskizzen, für die Kollektion der Elfenbeinschnitzereien sowie für die Glasmalereien. Darüber hinaus werden noch wertvolle Gold- und Silberarbeiten, Textilien sowie Uhren und wissenschaftliche Geräte gezeigt.

Prinzregentenstraße 3, Stadtteil: Altstadt/Lehel, Telefon: 21 124-1 Öffnungszeiten: Di.-So. 9.30-17.00, Do. 12.00-20.30.

U-Bahn: U4, U5 (Lehel)

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