Die Peterskirche (Alter Peter, St. Peter) ist mindestens so alt
wie die Stadt München - wahrscheinlich jedoch noch älter, denn auf dem Petersbergl, auf
dem die Kirche steht, sollen schon vor der Gründung der Stadt Mönche gelebt haben.
Sankt Peter wird vom Volksmund liebevoll Alter Peter genannt. Das hohe Ansehen
der Kirche spiegelt sich auch in dem Lied So lang der Alte Peter am Petersbergl
steht..., so lang stirbt die Gemütlichkeit in München nicht aus wider. Die erste
Pfarrkirche der Stadt wurde im Laufe ihrer Geschichte ständig umgebaut und dem Baustil
der jeweiligen Epoche angepaßt. So wurde der romanische Gründungsbau aus dem 11.
Jahrhundert im 13. Jahrhundert gotisch und erhielt im 17. Jahrhundert ein barockes
Aussehen. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Peterskirche schließlich im Rokoko-Stil
umgebaut.
Das Innere der Kirche ist reich an Kunstwerken. Hervorzuheben sind der Schrenk-Altar im
nördlichen Seitenschiff aus dem 14. Jahrhundert und der Hochaltar, der mit Standbildern
der vier Kirchenväter von Egid Quirin Asam und dem Petrus von E. Grasser geschmückt ist.
Der Turm der Peterskirche ist 91 m hoch. Von der Aussichtsplattform hat man einen
hervorragenden Blick auf München und die Alpen. Eine Besonderheit des Turms ist, dass an
ihm acht Uhren angebracht wurden.