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Monte Carlo

Monte Carlo
25. Oktober 2018 uwefreund

Côte d’Azur - Monaco

Monte Carlo: Das mondäne Herz von Monaco

Das Fürstentum Monaco wirkt fast zu klein, um noch einmal in Bezirke aufgeteilt zu werden. Doch tatsächlich gibt es sogar neun Verwaltungsbezirke. Der größte und auch wichtigste ist Monte Carlo – hier finden sich einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Stadtstaates.

Monte Carlo vs. Monaco: Was ist was?

Image of Monte Carlo, Monaco during summer sunset.

Das zentral gelegene Monte Carlo wird manchmal als Hauptstadt von Monaco bezeichnet, doch dies ist doppelt falsch: Eine Hauptstadt im eigentlichen Sinne hat das Fürstentum nämlich nicht und der Fürstenpalast bzw. Regierungssitz befindet sich im Stadtbezirk Monaco-Ville. Dies ist die auf einem Felsen gelegene Altstadt, die zwischen den beiden Häfen aufragt und bereits im Mittelalter besiedelt war. 1860 kam der damalige Fürst Charles III. (dessen italienischer Name Carlo lautete) auf die grandiose Idee, östlich der Altstadt auf einem noch unbebauten Felsen ein Casino zu errichten. Der Felsen erhielt dann seinen Namen: Monte Carlo. Die Altstadt Monaco-Ville gibt sich heute eher beschaulich mit engen mittelalterlichen Gassen rund um den imposanten Fürstenpalast, dessen frühester Vorgängerbau bereits im 12. Jahrhundert als Festung errichtet wurde. In Monte Carlo dominieren dagegen zauberhafte Bauten aus dem 19. Jahrhundert, als das neue Viertel zum Leben erweckt wurde. Für Touristen ist es meist das Erste, was sie von Monaco sehen, wenn sie vom Bahnhof aus die Avenue Saint-Michel hinunter zum Hafen bummeln.

Das Casino von Monte Carlo

Das Casino von Monte Carlo ist weltberühmt. In zahlreichen Spielfilmen war es zumindest als dekorativer Hintergrund zu sehen und James Bond traf hier schon mehrmals auf seine Gegner. Dieses sehenswerte Video führt hinter die Kulissen des berühmten Casinos und zeigt fast nebenbei, dass Monaco auch im Winter eine Reise wert ist:

Die Idee zu einem Spielcasino im Fürstentum entstand Mitte des 19. Jahrhunderts, als sich die ersten modernen Spielbanken überall in Europa ausbreiteten und den Städten eine neue Einnahmequelle bescherten. Nachdem sich die beiden Nachbarorte Roquebrune und Menton von Monaco losgesagt hatten, benötigten die Grimaldis dringend Ersatz für die verlorenen Steuergelder und ein Spielcasino schien da eine gute Lösung. Nachdem zunächst übergangsweise eine Villa im Viertel La Condamine als Spielbank diente, wurde 1858 mit dem Bau des heute weltberühmten Casinos nach einem Entwurf des Architekten Gobineau de la Bretonnerie begonnen, der auch das benachbarte Hôtel de Paris mitbaute. Schließlich mussten die erwarteten Zocker auch irgendwo schlafen. Interessanter Fakt am Rande: Damals grenzte das Casino noch direkt ans Meer. Heute verläuft hier der Larvotto-Tunnel, der von einem großzügigen Park mit dem Auditorum Rainier III der monegassischen Philharmoniker überbaut ist. Der Park und die heutige Fassade des Casinos entstanden 1878 nach umfangreichen Umbauten, bei denen der Architekt Charles Garnier federführend war. Er hatte zuvor die prachtvolle neue Oper von Paris gebaut, die zu den schönsten Opernhäusern der Welt zählt.

Ein Besuch im Casino Monte Carlo ist heute übrigens für jeden möglich. Wer nur einmal kurz hineinschnuppern möchte, kann das kostenlose Automatencasino direkt am Eingang besuchen. Hier geht es auch relativ lässig zu. Um die echte Spielbank mit Tischspielen wie Roulette, Black Jack und Baccara zu besuchen, ist dagegen mehr Aufwand erforderlich: Kurze Hosen, Flip-Flops und Turnschuhe sind tabu. Um hineinzukommen, muss ein Ausweis vorgelegt werden. Der Eintritt kostet 10 Euro. Tipp: Wer noch keine Erfahrung mit Casinospielen hat, sollte sich vorab mit den Regeln vertraut machen. Beliebte Spiele wie Roulette und Black Jack können zum Beispiel in Onlinecasinos gespielt werden. Viele Onlinecasinos bieten großzügige Gutscheincodes für neue Gäste, mit denen sich das Konto füllen lässt.

Weitere Attraktionen in Monte Carlo

Monaco Monte Carlo sea view with yachts

Ein Tipp für alle, die nicht unbedingt im Casino ihr Glück versuchen möchten: Im gleichen Gebäude ist auch die Opèra de Monaco ansässig, in der sich die größten Opernsänger der Welt die Klinke in die Hand geben. Die Eintrittskarten sind zwar nicht billig, doch die Qualität und die Schönheit des Salle Garnier machen dies schnell wieder wett.

Die umliegenden Hotelbars und Cafés sind ebenfalls nicht billig, doch auf der Terrasse des Café de Paris lässt es sich wie sonst nirgendwo einen Kaffee genießen. Im Inneren verzaubert das historische Gebäude mit seiner Jugendstileinrichtung. Zwischen dem Casino und der Touristeninformation erstrecken sich die afrikanischen Gärten, ein hübscher Park, der zum kostenlosen Verweilen einlädt. Eine Oase der Stille ist der japanische Garen direkt a Meer neben dem Grimaldi-Forum. Hier beginnt schon der Nachbarbezirk Larvotto mit dem einzigen Strand des Fürstentums.

Bild 1: ©istock.com/Garsya
Bild 2: ©istock.com/RudyBalasko

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