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Zitadelle

Zitadelle
8. Juni 2017 uwefreund

Berlin - Zitadelle

Berlin: Zitadelle

Vermutlich bereits 1160 wurde in strategisch wichtiger Lage (nördlich der Spreemündung in der Havel) unter dem Markgraf Albrecht dem Bären die Zitadelle erbaut. Das erste Mal wird sie 1197 erwähnt. Aus dieser Zeit stammt wohl auch der runde Bergfried, der seit 1584 nach dem Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel als Juliusturm bezeichnet wird. Nach Schinkels Entwürfen erhielt dieser einen Zinnenkranz mit Aussichtsplattform. Im Verlies des Juliusturms lagerte einst der Reichskriegsschatz von 120 Mio Goldmark, ein Teil der 5 Mrd. Mark, die Frankreich 1871 als Kontribution hatte zahlen müssen. Bis 1878 befand sich in der Bastion Kronprinz (liegt im Nordwesten der Zitadelle) das Festungsgefängnis.

Der Palast neben dem Juliusturm (darin befindet sich das Spandauer Heimatmuseum) wurde mit Grabsteinen des 13. und 14. Jahrhunderts vom Jüdischen Friedhof in Spandau erbaut. Unter Julius II. wurde dann ab 1560 die Zitadelle ausgebaut und in den Jahren 1578-94 durch Rochus Graf zu Lynar beendet. Der Gebäudekomplex wurde in den folgenden Jahrhunderten immer wieder instandgesetzt, das letzte Mal 1962-65.

Die Zitadelle bildet ein Quadrat von 200 m Seitenlänge. An jeder Ecke befindet sich eine spitzwinkelige Bastion, die durch Außenmauern miteinander verbunden sind. In die Zitadelle gelangt man über einen Damm und eine Brücke durch das Torhaus. Im Obergeschoss befindet sich die Kommandantenwohnung.

Am Juliusturm. Tel.: 33 91-212.

U-Bahn: U7 (Zitadelle)

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