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Pfaueninsel

Pfaueninsel
3. August 2016 uwefreund

Berlin - Pfaueninsel

Berlin: Pfaueninsel

Etwa 1,5 km lang und 500 m breit ist die Pfaueninsel, eines der romantischsten Naherholungsgebiete Berlins. Die Insel liegt zwischen Wannsee und Kladow in der Havel und ist mit ihrem jahrhundertealten Baumbestand sowie der artenreichen Vogelwelt das schönste Naturschutzgebiet Berlins.

Auf der westlichen Inselspitze ließ Friedrich Wilhelm II. 1794-97 für sich und seine Geliebte Wilhelmine Encke, der späteren Gräfin Wilhelmine von Lichtenau, ein Lustschlösschen im Ruinenstil errichten. Leider starb der König schon 1797, so dass er von seinem Schloss nie Gebrauch machen konnte. Statt dessen nutzten sein Sohn König Friedrich Wilhelm III. und seine Gemahlin, Königin Luise, die Pfaueninsel als Sommersitz.

Die Brücke, die sich zwischen den beiden Türmen befindet, war ursprünglich aus Holz. 1807 wurde sie jedoch durch eine gusseiserne im gotischen Stil ersetzt. Im Rundbogen sieht man eine Landschaftsmalerei, die 1975 im Rahmen der Restaurierungsarbeiten erneuert wurde. Die Innenräume des Schlosses besitzen noch immer ihre Originalausstattung. Stukkaturen, Wand- und Deckengemälde sowie Fußböden aus Edelhölzer bestimmen den Charakter der Räume.

Um 1820 legte Peter Joseph Lenné auf der Pfaueninsel eine Parklandschaft im Stil englischer Gärten an. Die von verschiedenen Baumarten gesäumten Wege führen zu idyllisch gelegenen Gebäuden im Stil der Romantik. Außerdem findet man Volieren, Fontänen, Gewächshäuser und einen Ententeich mit Wasserfall. In der Mitte der Insel befindet sich das Kavalierhaus, das Schinkel in den Jahren 1824-36 umgestaltete.

Die Pfauen, der die Insel ihren Namen verdankt, wurden 1824 vom Landgut Sakrow geholt. Noch heute leben etwa 60 Pfauen frei auf der Insel.

Zehlendorf.

S-Bahn: S1, S3 (Wannsee)

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