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Berlin _
Gotteshäuser
MarienkircheNach der Nikolaikirche ist die Marienkirche die zweitälteste Pfarrkirche Berlins. Das erste Mal wurde sie 1294 urkundlich erwähnt, der Bau wurde wahrscheinlich jedoch schon 1270 begonnen. Nach dem Stadtbrand 1380 wurde die dreischiffige Halle neu errichtet, 1466 der Westturm fertiggestellt und 1789/90 mit einem neugotischen Abschluss versehen. Zwar wirkt die Marienkirche äußerlich sehr schlicht, jedoch weist sie innen einige Kunstwerke auf: ein bronzenes Taufbecken mit plattdeutscher Inschrift (1437), die marmorne Barockkanzel von A. Schlüter (1703), die Orgel von J. Wagner (1720) sowie ein Fresko (2 m hoch und 22,60 m lang) mit der Darstellung des Totentanzes, das nach der Pestepedemie von 1484 entstanden ist. Das Fresko wurde 1730 übertüncht und 1860 von August Stüler wiederentdeckt. Durch Umwelteinflüsse sind die Malereien leider stark angegriffen. Ein Sühnekreuz neben dem Hauptportal aus dem Jahr 1726 erinnert an die Ermordung des Propstes Nikolaus von Bernau 1325. Neben den protestantischen Grabmälern sind außerdem das Schnitzbild des heiligen Bernhardin von Siena (15. Jahrhundert) und die Lucas Cranach d. Ä. zugeschriebene Heilige Familie hervorzuheben. Karl-Liebknecht-Straße 8 (Neuer Markt). S-Bahn: S3, S5, S7, S9 (Alexanderplatz) U-Bahn: U2, U5, U8 (Alexanderplatz), U2 (Klosterstraße)
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