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Äegyptisches Museum

Dem Schloss Charlottenburg gegenüber liegen zwei ehemalige Gardekasernen, die in den Jahren 1851-1859 von Friedrich August Stüler im klassizistischen Stil erbaut wurden. Heute befinden sich im westlichen Gebäude die Antikensammlung und im östlichen das Ägyptische Museum.

Seit 1992 sind das Ägyptische Museum und die Papyrussammlung mit dem Schwestermuseum im Bodemuseum organisatorisch wieder zusammengeführt. Nach Fertigstellung des Wiederaufbaus des Neuen Museums auf der Museumsinsel sollen die beiden Sammlungen dann auch örtlich zusammengeführt werden.

Das Ägyptische Museum in Charlottenburg zeigt heute etwa 1500 Kunstwerke des alten Ägyptens aus der Zeit von 5000 v. Chr. bis 300 n. Chr. Den Grundstock für die Sammlung legte Giuseppe Passalacqua, ein Kaufmann aus Triest. Er verkaufte 1827 seine Privatsammlung an den preußischen König Friedrich Wilhelm III., mit der Bedingung, erster Leiter der Sammlung zu werden.

Berühmt wurde das Ägyptische Museum vor allem durch ein Exponat: der 48 cm hohen, bemalten Büste der Nofretete, der Gattin des Pharaos Echnaton (1353-1336 v. Chr.). Die Büste wurde 1912 vom deutschen Archäologen Ludwig Borchardt bei der Suche nach der Königsstadt Achetaton gefunden. Aus dem gleichen Fund stammt ein Stuckkopf von Pharao Echnaton, der Amarna-Hausaltar, Porträtmasken, der Ebenholzkopf der Königin Teje (Mutter Echnatons) und die Naos-Grabstelle.

Ein weiterer Höhepunkt des Museums ist das Tempeltor von Kalabscha (20 v. Chr.). Es zeigt Darstellungen des römischen Kaisers Augustus sowie der Götter Isis, Osiris und Mandulis. Das Tor ist ein Geschenk der ägyptischen Regierung an Deutschland, für die Hilfe beim Versetzen des Tempels von Abu Simbel, der durch den Bau des Assuan-Hochdammes im Wasser verschwunden wäre. In der kulturgeschichtlichen Sammlung im Marstall vermitteln Geräte des täglichen Lebens, Statuen, Reliefs, Grabbeigaben, Skarabäen, Bronze- und Terrakottafiguren, Särge und Mumienmasken sowie die Papyrussammlung ein vollständiges Bild der altägyptischen Hochkultur.

Im Vierschäftesaal wird das Thema ägyptischer Totenkult aufgegriffen: Särge, Mumien und Mumienmasken sind Inhalt des Raumes.

Schlossstraße 70. Tel.: 030 32091-261, 030 8301466

U-Bahn: U7 (Richard-Wagner-Platz), U2 (Sophie-Charlotte-Platz)

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